Silber Preis: 73,26 USD durch Hormuz-Blockade

Der Silberpreis fällt auf 73,26 US-Dollar, belastet durch einen starken Dollar und hohe Zinsen. Die Ölkrise treibt Anleger in den sicheren Hafen der US-Währung.

Silber Preis Aktie
Kurz & knapp:
  • Silberpreis fällt auf 73,26 Dollar
  • Ölkrise stärkt den US-Dollar
  • Fed belässt Zinsen voraussichtlich unverändert
  • Angebotsdefizit stützt langfristig den Markt

Die Straße von Hormuz ist blockiert, die Ölpreise explodieren. Weltweit wächst die Angst vor einer Stagflation. Dennoch verliert Silber aktuell an Wert. Am Dienstag fiel der Preis auf 73,26 US-Dollar pro Feinunze. Ein Minus von knapp drei Prozent.

Ölkrise stärkt den Dollar

Der eigentliche Preistreiber für Silber kommt aus dem Nahen Osten. Die Internationale Energieagentur spricht von der größten Angebotsunterbrechung der Geschichte. Seit den koordinierten Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar schießt der Ölpreis nach oben. Er kletterte um mehr als 44 Prozent.

Diese Krise treibt die Inflation. Das Umfeld stärkt den US-Dollar als sicheren Hafen. Ein starker Dollar macht Edelmetalle für Anleger außerhalb des Dollarraums teurer. Das bremst den Silberpreis. Hinzu kommen diplomatische Manöver. Teheran bietet über pakistanische Vermittler an, die Straße von Hormuz wieder zu öffnen. Bedingung ist ein Ende der US-Blockade. Im Gegenzug sollen Gespräche über das iranische Atomprogramm ruhen. Die US-Regierung zögert jedoch mit einer Zusage. Aussagen der US-Führung schwanken aktuell zwischen Deeskalation und militärischen Drohungen.

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Fed-Sitzung liefert Gegenwind

In dieser Woche blicken die Märkte zusätzlich auf die US-Notenbank. Die Fed lässt die Zinsen voraussichtlich unverändert. Ein hohes Zinsniveau belastet zinslose Anlagen wie Silber schwer. Die OECD rechnet wegen des Krieges in den USA dieses Jahr mit 4,2 Prozent Inflation. Zinssenkungen rücken damit in weite Ferne.

Parallel dazu schwelt ein politischer Konflikt. Im Mai endet die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell. Kevin Warsh steht als nominierter Nachfolger bereit. US-Präsident Donald Trump droht Powell mit Entlassung, falls dieser nicht freiwillig weicht. Diese Unsicherheit treibt Anleger weiter in den Dollar.

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Strukturelles Defizit stützt den Markt

Trotz des aktuellen Preisrückgangs bleibt das fundamentale Bild robust. Das Silver Institute meldet seit fünf Jahren ein globales Angebotsdefizit. Für 2026 erwarten Experten das sechste Defizit in Folge. Die industrielle Nachfrage übersteigt das Angebot kontinuierlich. Das baut langfristig massiven Aufwärtsdruck auf.

Auch das Gold-Silber-Ratio zeigt eine Konsolidierung. Am Dienstag stieg der Wert leicht auf 63. Noch im April des Vorjahres lag das Verhältnis bei einem extremen Niveau von 105. Silber galt damals als stark unterbewertet. Das Edelmetall hat seitdem massiv gegenüber Gold aufgeholt.

Der Silberpreis bleibt vorerst zwischen zwei Fronten gefangen. Kurzfristig dominieren der starke US-Dollar und die hohen Zinsen den Handel. Hält die Blockade der Straße von Hormuz an, dürfte die Stagflationsangst den Dollar weiter stützen. Langfristig sichert das strukturelle Angebotsdefizit den Silberpreis jedoch nach unten ab.

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