Silber Preis: Kazzinc-Unfall gefährdet 3,4 Millionen Unzen

Ein tödlicher Unfall bei Glencores Kazzinc und ein Ölpreisrutsch treiben den Silberpreis auf 77 Dollar. Das knappe Angebot verschärft sich.

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Kurz & knapp:
  • Explosion bei Kazzinc in Kasachstan
  • Zwei Tote bei Reinigungsarbeiten
  • Ölpreis bricht um zwölf Prozent ein
  • Silber steigt auf 77 US-Dollar

Zwei völlig unterschiedliche Ereignisse haben den Silberpreis zur Wochenmitte massiv angetrieben. In Kasachstan bedroht ein tödlicher Industrieunfall das knappe globale Angebot. Parallel dazu sorgen diplomatische Signale aus dem Nahen Osten für einen Einbruch der Ölpreise – und nehmen den Inflationsdruck vom Edelmetall.

Explosion bei Kazzinc

Am Dienstag erschütterte eine Explosion die Anlage von Glencores Tochterunternehmen Kazzinc in Ust-Kamenogorsk. Bei Reinigungsarbeiten an einer Staubsammelanlage brach ein Brand aus, zwei Menschen starben. Kazzinc fördert neben Zink auch signifikante Mengen Silber. Bislang ist unklar, wie stark der Vorfall den regulären Betrieb einschränkt.

Marktbeobachter sehen eine jährliche Produktion von rund 3,4 Millionen Feinunzen potenziell gefährdet. Diese Menge trifft auf einen ohnehin extrem angespannten Markt. Für das Jahr 2026 rechnen Experten mit einem historisch einmaligen Angebotsdefizit von 215 Millionen Feinunzen. Jede weitere Störung auf der Angebotsseite verschärft diese Schieflage.

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Ölpreis-Rutsch stützt den Kurs

Die angespannte Fundamentallage trieb die Notierung am Mittwoch um sechs Prozent auf gut 77 US-Dollar je Feinunze. Rückenwind lieferte dabei der Ölmarkt. Berichte über eine mögliche Annäherung zwischen den USA und dem Iran ließen die Rohölpreise um zwölf Prozent einbrechen.

Ein mögliches Abkommen könnte iranische Ölexporte erleichtern und Sanktionen lockern. Für Silber ist das entscheidend: Fallende Energiekosten dämpfen die Inflationssorgen. Zuvor hatte die hartnäckige Teuerung die Befürchtung genährt, dass die Zentralbanken die Zinsen länger auf hohem Niveau belassen.

Gespaltene US-Notenbank

Die Geldpolitik bleibt der stärkste Gegenwind für das Edelmetall. Bei ihrer April-Sitzung hielt die US-Notenbank den Leitzins im Korridor von 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Entscheidung fiel mit acht zu vier Stimmen ungewöhnlich knapp aus. Es war das tiefste Zerwürfnis im Gremium seit 1992.

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Solange die Fed keine Zinssenkungen signalisiert, fehlt Silber der klassische monetäre Antrieb. Die Terminmärkte preisen für die kommende Sitzung Mitte Juni eine weitere Nullrunde ein.

Enger physischer Markt

Trotz des Zinsumfelds stützt die physische Nachfrage den Boden. COMEX-Daten zeigen für Mai Auslieferungen von knapp 25 Millionen Feinunzen. Charttechnisch pendelt Silber seit acht Wochen in einer Spanne zwischen 70 und 80 US-Dollar.

Der Ausbruch aus diesem Kanal hängt nun an zwei konkreten Faktoren. Einerseits an den tatsächlichen Produktionsausfällen in Kasachstan, andererseits an der Zinsentscheidung der Fed im Juni. Bis dahin stützt das massive strukturelle Defizit die Unterseite des Marktes.

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