Silber bekommt von mehreren Seiten Druck. Indien bremst Importe, die Fed klingt härter, und UBS streicht Nachfrageerwartungen. Damit wackelt genau die Knappheitsstory, die den Preis zuvor gestützt hatte.
Am Montag setzte Silber den Abwärtstrend fort. Der Preis fiel den dritten Handelstag in Folge unter 75 US-Dollar je Unze. Bereits am Freitag hatte das Metall mehr als 10 Prozent verloren.
Indien bremst die Nachfrage
Der erste Auslöser kommt aus Indien. Das Land hat seine Silberimporte mit sofortiger Wirkung drastisch reduziert. Ziel ist es, Lieferungen zu drosseln und den Druck auf die Rupie zu verringern.
Für den heimischen Markt kann das knappere Bestände und höhere lokale Prämien bedeuten. Global zählt aber ein anderer Effekt: Weniger Nachfrage aus einem wichtigen Importland belastet den Weltmarktpreis. Genau das preisen Händler nun ein.
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Fed-Signale treffen zinslose Anlagen
Der zweite Belastungsfaktor ist makroökonomisch. Der Energieschock durch die Lage im Nahen Osten schürt neue Inflationssorgen. Mehrere Vertreter der US-Notenbank betonten zuletzt, dass der Kampf gegen die Teuerung Vorrang hat.
Die Märkte reagieren bereits. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember liegt nun bei fast 48 Prozent. In der Vorwoche lag sie noch bei 14 Prozent.
Das trifft Silber an einer empfindlichen Stelle. Steigende Renditen machen Staatsanleihen attraktiver, während Silber keine laufenden Erträge abwirft. Ein stärkerer US-Dollar erhöht den Druck zusätzlich.
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UBS kappt die Silberprognose
Hinzu kommt eine deutlich vorsichtigere Einschätzung von UBS. Die Bank senkte ihre Prognose für die weltweite Investmentnachfrage nach Silber von über 400 Millionen Unzen auf 300 Millionen Unzen. Als Gründe gelten schwächere Industrieimpulse und ein höheres Minenangebot.
Auch die erwartete Marktlücke schrumpft kräftig. UBS rechnet nun nur noch mit einem Defizit von 60 bis 70 Millionen Unzen. Zuvor stand eine deutlich größere Lücke im Raum.
Das verändert die Wahrnehmung des Marktes. Silber bleibt zwar wichtig für Solarenergie, Elektromobilität und Medizintechnik. Kurzfristig dominieren aber Zinsen, Währungen und die Angst vor schwächerer Nachfrage.
Kurz gesagt: Die Unterstützung durch Knappheit verliert an Kraft. Solange Indien seine Importe drosselt, der Dollar fest bleibt und die Fed-Zinserwartungen steigen, dürfte Silber Mühe haben, den jüngsten Vertrauensverlust rasch abzuschütteln.
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