Silber steht unter Druck. Am Donnerstag fiel der Preis auf rund 73,13 US-Dollar je Feinunze — ein Minus von gut zwei Prozent innerhalb weniger Stunden. Das Tagestief lag bei 71,81 Dollar.
Dollar schlägt Safe-Haven
Der Auslöser ist bekannt: Spannungen zwischen den USA und dem Iran. US-Militäraktionen gegen iranische Ziele vom Vortag treiben Anleger in sichere Häfen — allerdings nicht in Edelmetalle, sondern in den US-Dollar. Steigende Anleiherenditen verstärken diesen Effekt. Silber wirft keine Zinsen ab. Im Vergleich zu verzinslichen Anlagen verliert es dadurch an Attraktivität, sobald der Dollar anzieht.
PCE-Daten als nächster Belastungstest
Marktbeobachter blicken auf die PCE-Kernrate, die am Donnerstag um 14:30 Uhr MEZ veröffentlicht wird. Das ist das bevorzugte Inflationsmaß der Fed. Fällt der Wert höher als erwartet aus, festigt das die Erwartung längerfristig hoher Zinsen — und belastet Silber weiter.
Charttechnisch hat sich das Bild eingetrübt. Silber fiel unter den 50-Tage-Durchschnitt, den 100-Tage-SMA und den 20-Tage-SMA der Bollinger-Bänder. Der RSI liegt unter 50. Das signalisiert einen kurzfristigen Abwärtstrend.
Fundamentaldaten zeigen in die andere Richtung
Strukturell sieht das Bild anders aus. Branchenexperten berichten weiterhin von einem physischen Angebotsdefizit. Die Nachfrage aus der Elektronik- und Solarindustrie bleibt hoch — Silber ist dort wegen seiner elektrischen Leitfähigkeit kaum ersetzbar. Diese fundamentale Stütze kämpft aktuell gegen den makroökonomischen Gegenwind aus Zinspolitik und Devisenmärkten an. Kurzfristig hat der Dollar die Oberhand.
Stand heute, 14. Oktober: Silber Preis – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Silber Preis investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 14. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

