Der kanadische Goldexplorer Tudor Gold legt am Freitag rund sieben Prozent zu. Die Aktie notiert bei 0,56 Euro. Auslöser ist ein strategischer Schritt beim Flaggschiff-Projekt Treaty Creek.

Das Unternehmen setzt im dritten Quartal 2026 auf künstliche Intelligenz. Eine KI-gestützte Bewertung soll vielversprechende Mineralisierungszonen identifizieren. Die Maschine analysiert bestehende Explorationsdaten und geologische Modelle. Das Ziel: präzisere Bohrlöcher für das laufende und das kommende Programm.

Ein kanadischer Goldriese

Treaty Creek im Golden Triangle von British Columbia zählt zu den größten unerschlossenen Goldvorkommen Kanadas. Tudor Gold hält 80 Prozent. Die Lagerstätte Goldstorm enthält nachgewiesene Ressourcen von 24,9 Millionen Unzen Gold, 148,7 Millionen Unzen Silber und über drei Milliarden Pfund Kupfer. Dazu kommen weitere 4,0 Millionen Unzen Gold in der Kategorie „Inferred“.

Das Unternehmen fördert noch kein Gold. Stattdessen konzentriert sich die Strategie auf Ressourcenausbau, Risikominimierung und technische Optimierung. Erst wenn das Projekt reif für die Produktion ist, soll der Wert für Aktionäre gehoben werden.

Nächste Schritte

Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant Tudor Gold den Bau einer unterirdischen Rampe. Sie würde den Zugang zu hochgradigen Zonen ermöglichen – vorausgesetzt, die Genehmigungen liegen vor. Das wäre ein wichtiger Schritt zur Bewertung eines Untertagebaus.

Die Aktie notiert rund 49 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1,10 Euro aus dem Januar 2026. Der RSI von 55 signalisiert eine neutrale Marktverfassung. Auf Jahressicht steht ein Plus von 72 Prozent.

Der KI-Einsatz könnte die Explorationserfolge beschleunigen. Entscheidend wird sein, ob sich die vielversprechenden Daten in bohrbare Ziele übersetzen lassen. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob die Technologie hält, was die erste Analyse verspricht.