Vulcan Energy Aktie: Bohrprogramm nimmt Fahrt auf

Vulcan Energy meldet erfolgreiche Bohrungen und gesicherte Milliarden-Finanzierung für sein Lithium-Projekt. Die erste Förderlizenz ist erteilt, der Produktionsstart für 2028 geplant.

Vulcan Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Erster Brunnen übertrifft geplante Förderraten deutlich
  • 2,2 Milliarden Euro für Projektphase eins gesichert
  • Erste Lithium-Förderlizenz im Oberrheintal erteilt
  • Produktionsstart für Lithiumhydroxid bis 2028 geplant

Vulcan Energy Resources schreitet beim Lionheart-Projekt sichtbar voran. Der erste geothermale Produktionsbrunnen am Standort Schleidberg ist fertiggestellt und getestet — und bereits laufen die Vorbereitungen für den nächsten Bohrstandort.

Erste Ergebnisse übertreffen die Planung

Der Brunnen LSC-1b lieferte einen Produktivitätsindex zwischen 2,1 und 2,5 Litern pro Sekunde und Bar, mit Förderraten von 105 bis 125 Litern pro Sekunde. Das übertrifft die im Feldentwicklungsplan zugrunde gelegten Durchschnittswerte von 84 bis 94 Litern pro Sekunde. Am zweiten Standort Trappelberg im Landkreis Südliche Weinstraße laufen die Vorbereitungsarbeiten, der eigentliche Bohrstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

LSC-1b ist einer von insgesamt 24 Produktions- und Reinjektionsbrunnen, die für Phase Eins vorgesehen sind. Ein zweites Bohrgerät soll ebenfalls ab der zweiten Jahreshälfte eingesetzt werden. Insgesamt plant Vulcan fünf neue Bohrstandorte in der Region.

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Parallel dazu hat das Unternehmen die erste Lithium-Förderlizenz für das Lionheart-Projekt gesichert — die erste ihrer Art im Oberrheintal und im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die LiThermEx-Lizenz gilt für das Geothermalgebiet Insheim und wurde zunächst für sechs Jahre erteilt. Weitere Lizenzen sollen folgen, während Vulcan auf den angestrebten Produktionsstart 2028 hinarbeitet.

Finanzierung steht, Zahlen stehen aus

Die finanzielle Basis wurde im Dezember 2025 gelegt: Ein Paket über 2,2 Milliarden Euro sichert die vollständige Finanzierung von Phase Eins. Darin enthalten sind 1,18 Milliarden Euro an vorrangigen Krediten eines Konsortiums aus 13 Finanzinstitutionen — darunter die Europäische Investitionsbank, fünf Exportkreditagenturen und sieben Geschäftsbanken. Staatliche Zuschüsse von insgesamt 204 Millionen Euro ergänzen das Paket, davon 100 Millionen für Geothermieinfrastruktur und 104 Millionen für die Lithiumproduktion.

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Phase Eins ist auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ausgelegt — genug für rund 500.000 Elektrofahrzeuge. Das entspräche etwa 12 Prozent des prognostizierten europäischen Bedarfs an Lithiumhydroxid im Jahr 2030.

Für den operativen Betrieb meldete Vulcan im Quartal bis Ende Dezember 2025 einen Netto-Mittelabfluss von 7,2 Millionen Euro, hauptsächlich durch Personal-, Entwicklungs- und Verwaltungskosten. Der Jahresabschluss wurde für den 30. März angekündigt. Das Q1-2026-Update folgt am 29. April, die Hauptversammlung ist für den 28. Mai angesetzt. Bewerbungen für den Aufsichtsrat müssen bis zum 15. April eingereicht werden.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.