Vulcan Energy Resources schreitet beim Lionheart-Projekt sichtbar voran. Der erste geothermale Produktionsbrunnen am Standort Schleidberg ist fertiggestellt und getestet — und bereits laufen die Vorbereitungen für den nächsten Bohrstandort.
Erste Ergebnisse übertreffen die Planung
Der Brunnen LSC-1b lieferte einen Produktivitätsindex zwischen 2,1 und 2,5 Litern pro Sekunde und Bar, mit Förderraten von 105 bis 125 Litern pro Sekunde. Das übertrifft die im Feldentwicklungsplan zugrunde gelegten Durchschnittswerte von 84 bis 94 Litern pro Sekunde. Am zweiten Standort Trappelberg im Landkreis Südliche Weinstraße laufen die Vorbereitungsarbeiten, der eigentliche Bohrstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
LSC-1b ist einer von insgesamt 24 Produktions- und Reinjektionsbrunnen, die für Phase Eins vorgesehen sind. Ein zweites Bohrgerät soll ebenfalls ab der zweiten Jahreshälfte eingesetzt werden. Insgesamt plant Vulcan fünf neue Bohrstandorte in der Region.
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Parallel dazu hat das Unternehmen die erste Lithium-Förderlizenz für das Lionheart-Projekt gesichert — die erste ihrer Art im Oberrheintal und im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die LiThermEx-Lizenz gilt für das Geothermalgebiet Insheim und wurde zunächst für sechs Jahre erteilt. Weitere Lizenzen sollen folgen, während Vulcan auf den angestrebten Produktionsstart 2028 hinarbeitet.
Finanzierung steht, Zahlen stehen aus
Die finanzielle Basis wurde im Dezember 2025 gelegt: Ein Paket über 2,2 Milliarden Euro sichert die vollständige Finanzierung von Phase Eins. Darin enthalten sind 1,18 Milliarden Euro an vorrangigen Krediten eines Konsortiums aus 13 Finanzinstitutionen — darunter die Europäische Investitionsbank, fünf Exportkreditagenturen und sieben Geschäftsbanken. Staatliche Zuschüsse von insgesamt 204 Millionen Euro ergänzen das Paket, davon 100 Millionen für Geothermieinfrastruktur und 104 Millionen für die Lithiumproduktion.
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Phase Eins ist auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ausgelegt — genug für rund 500.000 Elektrofahrzeuge. Das entspräche etwa 12 Prozent des prognostizierten europäischen Bedarfs an Lithiumhydroxid im Jahr 2030.
Für den operativen Betrieb meldete Vulcan im Quartal bis Ende Dezember 2025 einen Netto-Mittelabfluss von 7,2 Millionen Euro, hauptsächlich durch Personal-, Entwicklungs- und Verwaltungskosten. Der Jahresabschluss wurde für den 30. März angekündigt. Das Q1-2026-Update folgt am 29. April, die Hauptversammlung ist für den 28. Mai angesetzt. Bewerbungen für den Aufsichtsrat müssen bis zum 15. April eingereicht werden.
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