Zehn Prozent an einem Tag — das ist kein Rauschen. Am Mittwoch kletterte die Vulcan-Energy-Aktie an der Stuttgarter Börse auf 2,66 Euro. Der Auslöser: sichtbarer Baufortschritt beim Flaggschiffprojekt Lionheart im Oberrheintal.
Zwei Baustellen, ein Zeitplan
Vulcan hat offiziell mit den Arbeiten an seinem zweiten Bohrstandort begonnen. Trappelberg bei Landau folgt damit auf den ersten Standort Schleidberg. Aktuell entsteht dort ein Tiefengrundwasser-Überwachungsbrunnen. Die eigentliche Hauptbohrphase startet erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 — Trappelberg ist einer von fünf geplanten Standorten in der Region.
Das Projekt zielt auf jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid ab 2028. Die EU hat Lionheart als strategisches Projekt im Rahmen des Critical Raw Materials Act eingestuft. Ein Konsortium aus 13 Banken — darunter die Europäische Investitionsbank und fünf Exportkreditagenturen — stellt 1,185 Milliarden Euro an vorrangigen Krediten bereit.
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Abnahmeverträge sichern 72 Prozent der Produktion
Die kommerzielle Basis steht. Langfristige Abnahmeverträge decken 72 Prozent des geplanten Produktionsvolumens im ersten Jahrzehnt ab. Die Partner zahlen Festpreise:
- Stellantis: 128.000 Tonnen Lithiumhydroxid über zehn Jahre
- LG Energy Solution: 31.000 Tonnen über sechs Jahre
- Umicore: 23.000 Tonnen über sechs Jahre
- Glencore: 36.000 bis 44.000 Tonnen über acht Jahre
Q1-Bericht als erster Realitätscheck
Der Kurssprung trifft auf einen unbequemen Termin. Am 29. April veröffentlicht Vulcan seinen Quartalsbericht — die erste Finanzveröffentlichung seit dem Baustart. Im Vorquartal lag der operative Mittelabfluss bei 7,2 Millionen Euro, hauptsächlich für Personal und Entwicklung. Mit mehreren Baustellen gleichzeitig dürfte dieser Wert gestiegen sein. Wie stark, ist die entscheidende Frage.
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Das Bild trübt ein Governance-Detail: Am 20. März verfielen 413.811 Leistungsrechte, weil die Ausübungsbedingungen nicht erfüllt wurden. CEO Cris Moreno verlor 2.749 Rechte, CFO Felicity Gooding 1.886. Bestimmte interne Meilensteine wurden damit verfehlt.
Auf der anderen Seite verstärkte HOCHTIEF-Manager Roberto Gallardo seit dem 1. April den Vorstand. HOCHTIEF hatte im Dezember 2025 insgesamt 169 Millionen Euro in Vulcan investiert und hält 15,41 Prozent der Anteile.
Die Quartalszahlen fallen in die Vorbereitung auf die Hauptversammlung am 28. Mai. Bis dahin werden Investoren genau prüfen, ob der Baufortschritt und die Kapitaleffizienz im Gleichgewicht bleiben.
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