2020 Bulkers hat seine gesamte Flotte verkauft. Im Mai schüttete die Reederei 13,80 US-Dollar Sonderdividende je Aktie aus. Jetzt sitzt das Unternehmen auf einem schlanken Cash-Polster — und wartet auf neue Chancen. Zurückbehalten hat die Firma rund 4 Millionen US-Dollar für „zukünftige Gelegenheiten“.

Die Frage ist: Wohin führt der nächste Schritt?

Frachtraten schießen in die Höhe

Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein. Der Baltic Capesize Index (BCI) erreichte am Dienstag 4.514 Punkte. Der übergeordnete Baltic Dry Index (BDI) legte um 2,79 Prozent auf 2.875 Zähler zu. Treiber ist das Capesize-Segment für Frachter ab 150.000 Tonnen.

Analysten nennen zwei Gründe: robuste Nachfrage nach Eisenerz und Kohle, plus eine anhaltende Festigkeit im Atlantikmarkt. Dazu kommt ein knappes Schiffsangebot. Die Kombination treibt die Raten.

Einen Vorgeschmack auf die Erträge liefert die Himalaya Shipping, Schwestergesellschaft von 2020 Bulkers. Für Juni meldete sie durchschnittliche Tagesraten von 52.900 US-Dollar pro Schiff. Ein Signal für das Potenzial im Capesize-Segment.

Hülle sucht Inhalt

Die Schiffe Bulk Sandefjord und Bulk Santos sind längst an neue Eigner wie Genco Shipping oder Asyad Shipping übergegangen. Zurück bleibt eine börsennotierte Mantelgesellschaft. Das Management prüft, ob und wann es wieder einsteigt.

Die steigenden Indexstände und die hohen Raten bei Wettbewerbern schaffen ein positives Umfeld. Der Druck, das Kapital gewinnbringend anzulegen, wächst mit jedem neuen Frachtindex-Rekord. 2020 Bulkers hat die Mittel. Jetzt braucht es die passende Akquisition.