2020 Bulkers ist kaum wiederzuerkennen. Aus dem Schifffahrtsriesen mit moderner Flotte wurde innerhalb weniger Monate eine fast leere Börsenhülle. Am kommenden Dienstag fällt die Entscheidung über die Existenz des Unternehmens.
Radikaler Umbau zur Cash-Shell
Das Unternehmen hat seine gesamte Flotte verkauft. Drei der sechs Newcastlemax-Schiffe erlösten allein 218 Millionen US-Dollar. Nach dem Abschluss aller Verkäufe wandelte sich die Gesellschaft in eine reine Cash-Shell um.
Am 8. Mai erhielten die Aktionäre eine Sonderdividende von 13,80 US-Dollar je Aktie. Insgesamt flossen so rund 316 Millionen US-Dollar zurück an die Eigner. In der Kasse verbleiben lediglich 4 Millionen US-Dollar.
Technischer Kurssturz und neue Machtverhältnisse
Der massive Kursrückgang der vergangenen Wochen ist kein Anzeichen für operative Probleme. Ende April notierte das Papier noch bei 152 Norwegischen Kronen. Nach dem Dividendenabschlag sank der Wert auf etwa 3 Kronen.
Parallel dazu hat sich die Machtstruktur verschoben. Himalaya Shipping übernahm im April einen Anteil von 54 Prozent an der Managementgesellschaft. Damit liegt das strategische Steuer faktisch in neuen Händen.
Die Weichenstellung am Dienstag
Am 12. Mai folgen der Quartalsbericht und die Hauptversammlung. Anleger erwarten Klarheit über die verbliebenen Mittel. Das Management muss entscheiden, ob die 4 Millionen US-Dollar für neue Projekte genutzt werden.
Alternativ könnte das restliche Kapital ebenfalls ausgeschüttet werden. Ein Neustart im Schifffahrtssektor gilt als schwierig. Der Markt für Schüttgut kämpft 2026 mit einem Rekordangebot an neuen Schiffen.
Das Simandou-Eisenerz-Projekt in Westafrika könnte die Nachfrage zwar stützen. Dieses Vorhaben braucht jedoch Zeit für den Hochlauf. Zudem belasten geopolitische Spannungen im Persischen Golf die globalen Routen.
Der Quartalsbericht am Dienstag dokumentiert die Flottenauflösung nun formal. Die anschließende Hauptversammlung entscheidet über die Zukunft der Börsennotierung in Oslo. Ohne ein neues Geschäftsmodell steht das Unternehmen vor dem endgültigen Aus.
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