Rekordaufträge und ein kaufwilliger Chef — bei 2G Energy herrscht Aufbruchstimmung. Während der Kurs nach einer massiven Rallye durchatmet, setzt das Management ein deutliches Zeichen. CEO Pablo Hofelich kaufte in der vergangenen Woche eigene Aktien für rund 65.000 Euro.

Rekordjagd bei den Aufträgen

Der Spezialist für Kraft-Wärme-Kopplung profitiert von einer enormen Nachfrage. Im ersten Halbjahr 2026 sammelte das Unternehmen Bestellungen über mehr als 400 Millionen Euro ein. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand nun mindestens 725 Millionen Euro an. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 232 Millionen Euro.

Besonders das Geschäft in Nordamerika floriert. 2G Energy liefert containerisierte Kraftwerke für Rechenzentren, die eine netzunabhängige Stromversorgung benötigen. Parallel dazu treibt die Nachfrage nach Biogas-Anlagen in Deutschland das Wachstum voran.

Analysten heben das Kursziel

Die Experten von SMC-Research reagieren auf diese Dynamik. Sie erhöhten das Kursziel von 78,00 auf 80,00 Euro. Das entspricht einem deutlichen Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von 62,50 Euro.

Technisch befindet sich der Titel in einer Konsolidierungsphase. Die Aktie notiert aktuell knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 63,51 Euro. Seit Jahresbeginn legte der Kurs dennoch um fast 71 Prozent zu.

Margen sollen weiter steigen

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet 2G Energy mit einem Umsatz am oberen Ende der Spanne von 450 bis 490 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll dabei bis zu 10,5 Prozent erreichen. Das Management blickt bereits weiter in die Zukunft.

Im Jahr 2027 will das Unternehmen Erlöse von bis zu 620 Millionen Euro erzielen. Dabei soll die Marge auf über 11 Prozent klettern. Die technologische Basis bilden wasserstofffähige Anlagen für eine klimaneutrale Energieversorgung.