Ein Vorstandsmitglied von 2G Energy greift selbst zur Kasse. Pablo Hofelich erwarb am Dienstag Aktien zu 65,10 Euro – Gesamtvolumen: rund 65.300 Euro. Für Marktbeobachter ein klares Signal: Das Management traut der eigenen Firma.
Die Aktie reagiert prompt. Am Donnerstag notiert sie bei 65,30 Euro, ein Plus von 4,6 Prozent. Der Sprung hilft, die jüngsten Verluste auszugleichen. Erst am 6. Juli hatte das Papier mit 76,95 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch markiert, dann folgte ein Rutsch auf 62,45 Euro.
Rekordaufträge aus den USA
Der Vertrauensvorschuss des Vorstands hat Hand und Fuß. 2G Energy verbuchte im zweiten Quartal 2026 den höchsten Auftragseingang der Firmengeschichte. In der ersten Jahreshälfte übertrafen die Bestellungen die Marke von 400 Millionen Euro.
Der Haupttreiber: Großaufträge für Rechenzentren in den USA. Ein Einzelauftrag über 100 Millionen Euro wurde im Mai in einen festen Auftrag umgewandelt. Seitdem kamen weitere dreistellige Millionenaufträge aus diesem Sektor hinzu. Auch der Heimatmarkt Deutschland läuft – besonders im Bereich Biogas-Flexibilität.
Prognose bestätigt
Angesichts der vollen Auftragsbücher hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Für 2026 erwartet 2G Energy einen Umsatz am oberen Ende der Spanne von bis zu 490 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll zwischen 9,5 und 10,5 Prozent liegen.
Für 2027 plant das Unternehmen noch ambitionierter: 570 bis 620 Millionen Euro Umsatz, die Marge soll auf über 11 Prozent steigen.
Die Aktie hat in den letzten zwölf Monaten rund 102 Prozent zugelegt – bei einem 52-Wochen-Tief von 24,80 Euro liegt sie noch immer 163 Prozent über diesem Niveau. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf knapp 78 Prozent.
Die Hauptversammlung ist für den 19. August angesetzt. Im September könnten vorläufige Halbjahreszahlen folgen.
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