Die Handelbarkeit dieser Papiere an der Frankfurter Wertpapierbörse endete mit Ablauf des 17. Juli. Die eingezogenen Stücke entsprechen rund 2,8 Prozent des bisherigen Grundkapitals des Solarparkbetreibers.
Die Einziehung markiert den Schlusspunkt einer Kapitalmaßnahme, die im Frühjahr begonnen hatte. Bereits im Mai schloss das Unternehmen ein freiwilliges öffentliches Aktienrückkaufangebot ab und erwarb dabei 1,7 Millionen Aktien zu einem Festpreis von 1,90 Euro je Papier. Mit der nun vollzogenen Einziehung reduziert sich die Zahl der ausstehenden Aktien entsprechend, was rechnerisch die Beteiligung der verbleibenden Aktionäre erhöht.
CEO baut Beteiligung weiter aus
Parallel zur Kapitalmaßnahme hat Firmenchef Steven De Proost seine Aktienbestände in den vergangenen Wochen mehrfach aufgestockt. Am 30. Juni erwarb er 24.705 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 1,65 Euro, nur zwei Tage später folgte ein weiterer Kauf von 75.244 Aktien zu 1,72 Euro je Stück. Die Transaktionen wurden über Pflichtmitteilungen an die BaFin offengelegt. Insidertransaktionen dieser Größenordnung gelten am Markt häufig als Signal für das Vertrauen der Unternehmensführung in die eigene Bewertung.
Auch auf Aktionärsseite gab es im Frühjahr Bewegung: Die belgische Versicherung Patronale Life NV meldete im März das Überschreiten der Drei-Prozent-Schwelle und hält seither 3,05 Prozent der Stimmrechte an 7C Solarparken.
Operatives Geschäft übertrifft eigene Prognose
Auf operativer Ebene lieferte 7C Solarparken zuletzt solide Zahlen. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen ein EBITDA von 7,7 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem internen Ausblick von 5,9 Millionen Euro. Der Umsatz sank zwar um 3 Prozent auf 10,3 Millionen Euro, die Stromproduktion legte jedoch um 2 Prozent auf 67 Gigawattstunden zu. Für einen Teil der Erzeugungskapazität hat sich 7C Solarparken zudem abgesichert: Für das zweite und dritte Quartal 2026 sind die Strompreise für eine Kapazität von 100 Megawattpeak fixiert. Auf der Projektseite steht der Solarpark Reuden Süd mit einer Kapazität von 20 Megawattpeak unmittelbar vor der Fertigstellung.
Kursentwicklung seit Jahresbeginn im Plus
An der Börse hat sich die jüngste Nachrichtenlage bislang in einer moderaten, aber stetigen Erholung niedergeschlagen. Seit Jahresbeginn steht die Aktie mit 9,32 Prozent im Plus, notierte zuletzt bei 1,76 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch von 2,00 Euro, erreicht Mitte April, fehlen dem Papier aktuell 11,78 Prozent. Der Blick auf das Gesamtjahr zeigt damit eine Gegenbewegung nach einer schwächeren Phase im Herbst, als die Aktie im November ihr Jahrestief markiert hatte.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist bereits terminiert: Am 23. September veröffentlicht 7C Solarparken den Halbjahresbericht mit den Zahlen für das zweite Quartal 2026. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob sich der positive Trend aus dem Auftaktquartal fortsetzt und ob die Insiderkäufe des Managements ein Vorbote für weitere Kursstabilisierung waren.
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