86 Prozent Rabatt für ein Ticket zur Zoll-Freiheit. AbbVie opfert die Margen seines wichtigsten Medikaments Humira, um den neuen US-Strafzöllen zu entgehen. Dieser Deal mit dem Weißen Haus markiert eine Zäsur für den Pharmariesen und seine Preisstrategie auf dem US-Markt.
Immunität gegen Strafzölle erkauft
AbbVie bringt sein Blockbuster-Präparat Humira auf die staatliche Plattform „TrumpRx“. Der Preis pro Einheit sinkt dort auf rund 950 US-Dollar. Ohne Versicherungsschutz kostete das Mittel bisher oft über 6.900 Dollar. Parallel dazu verpflichtet sich der Konzern, 100 Milliarden Dollar in die heimische Forschung, Entwicklung und Produktion zu investieren.
Im Gegenzug erhält AbbVie eine Ausnahme von den jüngst verkündeten Importzöllen in Höhe von 100 Prozent auf Pharmazeutika. Der Konzern sichert sich damit den Status einer „Meistbegünstigten Nation“. Das schützt die Lieferketten vor den massiven Abgaben, welche die restliche Branche derzeit belasten. Neben Humira umfasst die Vereinbarung auch das Schilddrüsenmittel Synthroid sowie Augenpräparate wie Combigan.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AbbVie?
Milliarden-Ausbau in North Chicago
Flankierend zum Forschungsversprechen investiert AbbVie 380 Millionen Dollar in den Standort North Chicago. Dort entstehen zwei neue Anlagen für aktive Wirkstoffe (API). Der Baustart ist für diesen Frühling geplant, die Inbetriebnahme soll Ende 2029 erfolgen.
Die neuen Kapazitäten sind auf Therapien gegen Fettleibigkeit und neurologische Erkrankungen ausgerichtet. AbbVie setzt dabei auf automatisierte Fertigung und künstliche Intelligenz, um die Produktion der wachstumsstarken Wirkstoffe zu beschleunigen. Rund 300 neue Arbeitsplätze sollen durch die Erweiterung entstehen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AbbVie?
Dividende unter Beobachtung
An der Börse sorgt der massive Preisnachlass für Skepsis. Mit einem Kurs von 177,15 Euro notiert die Aktie aktuell rund 15 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Oktober. Seit Jahresbeginn hat das Papier 9,5 Prozent an Wert verloren. Marktbeobachter blicken derweil kritisch auf die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen.
Die aktuelle Payout-Ratio liegt bei über 290 Prozent. Ob das erwartete höhere Absatzvolumen über die Regierungsplattform ausreicht, um die Dividende langfristig zu stützen, bleibt ein zentraler Diskussionspunkt. Für das erste Quartal rechnet das Management mit einem Umsatz von etwa 14,7 Milliarden Dollar.
Die nächste Quartalsdividende von 1,73 US-Dollar pro Aktie wird im Mai ausgezahlt. Konkrete Details zur Auswirkung des neuen Preismodells auf die Gewinnmargen liefert der Quartalsbericht Ende April. Das Jahresziel für den bereinigten Gewinn je Aktie bleibt vorerst bei 14,37 bis 14,57 Dollar.
AbbVie-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AbbVie-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:
Die neusten AbbVie-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AbbVie-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AbbVie: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


