Gleich drei Top-Manager von Abeona Therapeutics haben am 22. Januar 2026 Aktien im Gesamtwert von rund 544.000 US-Dollar verkauft. CEO Vishwas Seshadri trennte sich von 69.832 Papieren und erlöste dabei 372.267 Dollar. CFO Joseph Walter Vazzano veräußerte 18.666 Anteile für knapp 100.000 Dollar, während Chefjurist Brendan M. O’Malley 13.578 Aktien im Wert von 72.382 Dollar abstieß.
Die Verkäufe erfolgten zu Kursen zwischen 5,33 und 5,38 Dollar – allesamt zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten aus vested Restricted Stock Awards. Nach den Transaktionen hält Seshadri noch 1.460.408 Aktien direkt, Vazzano 568.560 und O’Malley 451.134 Papiere.
Überbewertung trotz starker Zahlen?
Die Verkäufe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie laut InvestingPro-Analyse möglicherweise überbewertet ist. Der aktuelle Kurs von 5,37 Dollar liegt leicht über dem Fair-Value-Schätzwert. Das Biotech-Unternehmen bringt es auf eine Marktkapitalisierung von 290,47 Millionen Dollar.
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Dabei hatte Abeona im dritten Quartal 2025 die Erwartungen deutlich übertroffen: Mit einem Verlust von nur 0,10 Dollar je Aktie lag man 62,96 Prozent besser als die prognostizierten minus 0,27 Dollar. Verantwortlich dafür waren vor allem striktes Kostenmanagement und Fortschritte in der Produktentwicklung.
Analysten bleiben gespalten
Cantor Fitzgerald zeigt sich weiterhin optimistisch und bekräftigt das Overweight-Rating mit einem Kursziel von 28 Dollar. Stifel hingegen senkte das Ziel von 20 auf 19 Dollar. Grund: Eine Verzögerung beim kommerziellen Launch der Gentherapie Zevaskyn. Die FDA-vorgeschriebene Sterilitätsprüfung hatte Probleme bereitet, sodass die Patientenbiopsie-Sammlung vorübergehend pausieren musste.
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Trotz dieser Rückschläge expandiert Abeona: Die University of Texas Medical Branch wurde als neues Behandlungszentrum für Zevaskyn aktiviert – eine Gentherapie zur Behandlung von rezessiver dystrophischer Epidermolysis bullosa (RDEB).
Mit einem Current Ratio von 9,74 verfügt das Unternehmen über eine solide Liquiditätsposition. Allerdings verbrennt Abeona weiterhin rasant Cash, auch wenn mehr Bargeld als Schulden in der Bilanz stehen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Führungsriege trotz der jüngsten Verkäufe vom eigenen Erfolg überzeugt bleibt.
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