Abivax-Anleger erleben derzeit eine schmerzhafte Korrektur. Während der Aktienkurs seit Jahresbeginn fast 28 Prozent an Wert verlor, greifen institutionelle Investoren im Hintergrund massiv zu. Dieser Gegensatz prägt das aktuelle Bild des Biotech-Unternehmens.

Großanleger wie Lord Abbett & Co. LLC haben ihre Positionen deutlich ausgebaut. Der Vermögensverwalter steigerte seinen Anteil im letzten Quartal um rund 152 Prozent auf nun 849.732 Aktien. Parallel dazu stockten Millennium Management und Woodline Partners ihre Bestände auf. Offenbar setzen die Profis auf die langfristige Substanz, während der breite Markt nervös reagiert.

Enorme Schwankungen belasten

Der Kurs schloss am Freitag bei 83,10 Euro — ein Minus von 4,5 Prozent an einem einzigen Tag. Innerhalb der letzten 30 Tage summieren sich die Verluste auf fast 20 Prozent. Die jährliche Volatilität liegt bei extremen 156 Prozent.

Damit notiert das Papier gut 36 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 130,80 Euro. Trotz der jüngsten Verluste bleibt die langfristige Bilanz beeindruckend. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von über 1.200 Prozent.

Die Analysten sind sich uneins über die faire Bewertung. Wedbush senkte das Ziel jüngst auf 90 US-Dollar. Im Kontrast dazu rief Citizens JMP einen Wert von 187 US-Dollar aus. Im Durchschnitt taxieren 15 Brokerhäuser die Aktie auf rund 130 US-Dollar. Die Mehrheit empfiehlt das Papier weiterhin zum Kauf.

Abivax konnte zuletzt die Umsatzerwartungen übertreffen. Das operative Geschäft liefert damit eine solide Basis gegen den Kursverfall. Die massiven Zukäufe der institutionellen Investoren bilden nun eine wichtige Unterstützung für den weiteren Wochenverlauf.