Abivax macht einen großen Schritt in Richtung Marktzulassung. Die jüngsten Studiendaten für das Medikament Obefazimod übertreffen die Erwartungen vieler Marktteilnehmer. Damit rückt eine Zulassung in den USA in greifbare Nähe.

Starke Daten für Obefazimod

Im Fokus steht die Phase-3-Studie ABTECT zur Behandlung von Colitis ulcerosa. Rund 51 Prozent der Patienten erreichten nach 44 Wochen eine klinische Remission. In der Placebo-Gruppe waren es lediglich 10,4 Prozent. Die Ergebnisse zählen zu den stärksten Werten, die bisher in vergleichbaren Erhaltungsstudien erzielt wurden.

Das Unternehmen plant nun den nächsten formalen Schritt. Ende 2026 will Abivax den Zulassungsantrag bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen. Parallel dazu wartet der Markt auf weitere Daten. Ein zweiter Teil der Phase-3-Ergebnisse wird bereits für Ende Juni 2026 erwartet.

Uneinigkeit bei den Analysten

Die Aktie legte zuletzt um 4,35 Prozent auf 87,60 Euro zu. Analysten bewerten die Lage jedoch unterschiedlich. Während einige Experten die Studiendaten als Durchbruch feiern, bleiben andere vorsichtig.

Citizens erhöhte das Kursziel deutlich auf 187 US-Dollar. Im Gegensatz dazu senkte Jefferies den Zielwert auf 90 US-Dollar und stufte das Papier herab. Barclays und BTIG bleiben mit Zielen um 150 US-Dollar optimistisch.

Liquidität bis Ende 2027

Finanziell ist das Biotech-Unternehmen solide aufgestellt. Abivax verfügte Ende März über liquide Mittel von 491,6 Millionen Euro. Diese Summe sichert den Geschäftsbetrieb voraussichtlich bis in das vierte Quartal 2027 ab.

Der Nettoverlust im ersten Quartal belief sich auf 48,5 Millionen Euro. Die Kosten für Forschung und Entwicklung trieben diesen Wert nach oben. Dennoch bleibt die finanzielle Reichweite komfortabel.

Der Fokus liegt nun auf dem kurzfristigen Daten-Update Ende Juni. Sollten auch diese Ergebnisse die Wirksamkeit bestätigen, dürfte der Weg zum FDA-Antrag geebnet sein. Parallel dazu blicken Investoren auf die hohe institutionelle Beteiligung von fast 79 Prozent.