Ein Jahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro, ein abrupter CFO-Wechsel und eine Stillhaltevereinbarung mit Kreditgebern — ABO Energy steckt tief in der Restrukturierung. Und baut trotzdem aus.
Operative Stärke trotz Bilanzkrise
Im hessischen Waldkappel nahm das Unternehmen sein viertes deutsches Stand-Alone-Speicherprojekt in Betrieb: 16 Megawatt Leistung, über 33 Megawattstunden Kapazität — und als erstes der deutschen Projekte in der Lage, mehr als zwei Stunden Vollleistung zu liefern. Käufer war Field, dem ABO Energy die Anlage bereits vor Baubeginn verkauft hatte.
Im Main-Tauber-Kreis entsteht parallel ein Hybridprojekt: 7,3 Megawatt Photovoltaik kombiniert mit einem 10-Megawattstunden-Batteriespeicher auf Lithium-Eisenphosphat-Basis — für das Unternehmen technisches Neuland. Realisiert wird es zusammen mit TRICERA energy, bereits der vierte gemeinsame Auftrag.
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Kapitalzufluss aus Kolumbien und Kanada
Dringend benötigte Liquidität fließt aus dem internationalen Projektgeschäft. Die letzte Tranche aus dem Verkauf eines 200-Megawatt-Solarprojekts in Kolumbien an einen Infrastrukturfonds ist nun vollständig eingegangen. In Kanada veräußerte ABO Energy die Rechte an einem 63-Megawatt-Windpark in New Brunswick an den Investor Eolectric — Inbetriebnahme ist für Ende 2028 geplant.
Beim jüngsten Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur sicherte sich das Unternehmen Tarifzuschläge für 16,4 Megawatt in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Neue Baugenehmigungen für weitere 35 Megawatt kamen hinzu. Das genehmigte deutsche Windportfolio wächst damit auf 650 Megawatt.
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Drei Termine, ein Ziel
CFO Alexander Reinicke hat das Unternehmen im März verlassen, ein Interimsnachfolger führt die Finanzagenden. Anfang März stimmten Gläubiger der Unternehmensanleihe mit über 99 Prozent den Sanierungsbeschlüssen zu — das ermöglicht dem Unternehmen, Sicherheiten für künftige Ausschreibungen zu stellen.
Hinzu kommt energiepolitische Unruhe: Der Streit zwischen Wirtschaftsministerin Reiche und Finanzminister Klingbeil über die Richtung der Energiepolitik trifft ABO Energy in einem besonders empfindlichen Moment — mitten in der Restrukturierung, die stabile Rahmenbedingungen voraussetzt.
Das Management peilt für 2027 einen Nettogewinn von 50 Millionen Euro an. Drei Termine werden zeigen, ob der Fahrplan trägt: Am 22. Juni erscheint der geprüfte Konzernabschluss 2025, der das volle Ausmaß der Wertberichtigungen offenlegt. Am 13. August folgt die Hauptversammlung in Wiesbaden. Am 1. September kommen die Halbjahreszahlen 2026 — der erste belastbare Hinweis darauf, ob die Sanierung greift. Die Aktie notiert bei 5,84 Euro, knapp unter dem 20-Tage-Durchschnitt bei 5,94 Euro.
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