ABO Energy Aktie: Der Absturz geht weiter

ABO Energy schließt Stillhaltevereinbarung mit Gläubigern, nachdem der prognostizierte Jahresverlust 2025 um 80 Prozent nach oben korrigiert wurde. Ein Sanierungsgutachten soll die Basis für Rettungsverhandlungen bilden.

ABO WIND AG Aktie
Kurz & knapp:
  • Vereinbarung mit Kreditgebern zur Aussetzung von Rechten
  • Konzernverlust 2025 deutlich höher als erwartet
  • Sanierungsgutachten als Grundlage für Verhandlungen
  • Aktienkurs zeigt nachbörslich leichte Erholung

Die Lage bei ABO Energy spitzt sich dramatisch zu. Am Freitagabend, dem 23. Januar 2026, gab das Unternehmen bekannt, eine Stillhaltevereinbarung mit den Gläubigern wesentlicher Finanzierungen geschlossen zu haben. Betroffen sind Konsortialkreditverträge, bilaterale Darlehen, ausgewählte Avallinien und Schuldscheindarlehen. Die Gläubiger verzichten vorerst darauf, ihre Rechte aus potenziellen Kündigungsgründen geltend zu machen – ein klares Zeichen dafür, wie ernst die finanzielle Schieflage ist.

Verlustwarnung schockt den Markt

Der Hintergrund: Mitte Januar erschütterte eine desaströse Gewinnwarnung die Anleger. ABO Energy rechnet für 2025 mit einem Konzernverlust von 170 Millionen Euro – rund 80 Prozent höher als ursprünglich prognostiziert. Diese Summe übersteigt sogar die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens. Ein vernichtendes Signal für alle Investoren.

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Die Stillhaltevereinbarung ist dabei nur der erste Schritt. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit seinen Finanzierungspartnern über ein umfassendes Sanierungskonzept. Die Gläubiger haben bereits klargemacht: Das Fortbestehen bestehender Finanzierungen und die Gewährung neuer Mittel hängen von strengen Bedingungen ab. Dazu zählt die Einigung auf ein tragfähiges Sanierungskonzept und die Erstellung eines entsprechenden Gutachtens.

Sanierungsgutachten soll Klarheit bringen

Eine renommierte Beratungsgesellschaft wurde beauftragt, ein Sanierungsgutachten zu erstellen. Der Entwurf soll in der ersten Februarhälfte 2026 vorliegen. Auf dieser Basis wollen die Beteiligten dann ein Term Sheet für das Sanierungskonzept aushandeln. Das Ziel: eine nachhaltige Sanierung der Gesellschaft.

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Auch die Gläubiger der Unternehmensanleihe 2024/2029 sollen eingebunden werden. Sie sollen der Stillhaltevereinbarung beitreten – dazu ist zeitnah eine Abstimmung ohne Versammlung geplant. Die Geschäftsführung gibt sich optimistisch und geht davon aus, das Sanierungskonzept erfolgreich umsetzen zu können.

Anleger setzen auf ein Wunder

Trotz der düsteren Aussichten reagierte die Aktie im nachbörslichen Handel am Freitag mit einem Plus von 5 Prozent auf Tradegate. Offenbar setzen einige Anleger darauf, dass die Sanierung gelingen könnte. Doch die Realität bleibt hart: Der erwartete Verlust ist gewaltig, die Zukunft ungewiss. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob ABO Energy tatsächlich eine Chance auf Rettung hat – oder ob die Hoffnung trügerisch ist.

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Über Dieter Jaworski 1300 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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