Der Wiesbadener Windkraft-Projektierer ABO Energy steht vor einer existenziellen Weichenstellung. Am 26. Januar 2026 gab das Unternehmen den Abschluss einer Stillhaltevereinbarung mit wesentlichen Kreditgebern bekannt – ein klassischer Schritt, wenn es finanziell eng wird.
Die Vereinbarung betrifft Konsortialkredite, bilaterale Darlehen, ausgewählte Garantielinien und Schuldscheindarlehen. Während der laufenden Verhandlungen über ein Sanierungskonzept verzichten die Finanzierungspartner auf die Ausübung von Kündigungsrechten. Klingt nach Atempause – doch wie lange hält die?
Minus 170 Millionen Euro – die Zahlen sprechen Bände
Die Hintergründe sind alarmierend: Nach mehrfachen Prognoseanpassungen erwartet ABO Energy für 2025 erstmals einen Jahresverlust von rund 170 Millionen Euro. Verantwortlich sind nach Unternehmensangaben veränderte Marktbedingungen. Eine bemerkenswerte Entwicklung für einen Spieler in der boomenden Erneuerbaren-Branche.
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Die Finanzierungspartner haben unmissverständlich klargemacht: Die Fortsetzung bestehender und die Gewährung neuer Finanzierungen hängen von mehreren Bedingungen ab – darunter die Einigung auf einen Sanierungsplan und die Erstellung eines entsprechenden Gutachtens.
Berater am Werk, Anleihegläubiger gefordert
ABO Energy hat eine renommierte Beratungsgesellschaft mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens beauftragt. Der Entwurf soll in der ersten Februarhälfte 2026 vorliegen. Auf dieser Basis will man ein Term Sheet für den Sanierungsplan und weitere Vereinbarungen mit den Kreditgebern aushandeln.
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Doch damit nicht genug: Auch die Gläubiger der Unternehmensanleihe 2024/2029 (ISIN: DE000A3829F5) sollen der Stillhaltevereinbarung beitreten. Eine Abstimmung ohne Versammlung ist in Kürze geplant. Ob die Anleihegläubiger mitspielen werden?
Managementoptimismus trifft auf Realität
Das Management zeigt sich zuversichtlich, den Sanierungsplan erfolgreich umsetzen zu können. Diese Einschätzung basiert auf den bisherigen Verhandlungen mit externen Kreditgebern. Die Gesellschaft verspricht, Kapitalmarkt und Öffentlichkeit über weitere Entwicklungen gemäß den gesetzlichen Anforderungen zu informieren.
Was bedeutet das konkret für Investoren? ABO Energy kämpft ums Überleben, hat aber offenbar noch Verhandlungsmasse. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus der angekündigten nachhaltigen Sanierung Realität wird – oder ob die Stillhaltevereinbarung nur der Auftakt zu einem längeren Leidensweg ist.
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