ABO Energy steckt in einer ernsten Lage. Das Unternehmen hat im Mai einen Verlust der Hälfte des Grundkapitals gemeldet — und kämpft seither um einen tragfähigen Sanierungsweg. Nun steht der nächste offizielle Termin fest.

Hauptversammlung am 13. August 2026

Die Gesellschaft — früher als ABO Wind AG bekannt, heute als ABO Energy GmbH & Co. KGaA firmierend — hat die Hauptversammlung auf den 13. August 2026 terminiert. Der Termin dient formal der Verlustanzeige nach § 92 AktG. Das schreibt das Gesetz vor, wenn das Kapital zur Hälfte aufgebraucht ist.

Die Umfirmierung selbst änderte nichts an der Börsennotiz. Die Aktie handelt weiter, allerdings unter erheblichem Druck.

Sanierungsgutachten als einziger Lichtblick

Parallel zur Verlustanzeige veröffentlichte ABO Energy am 12. Mai 2026 einen ersten Entwurf eines Sanierungsgutachtens. Das vorläufige Ergebnis: Die Gesellschaft ist sanierungsfähig. Die Bedingung ist jedoch klar — der Abschluss einer tragfähigen Sanierungsfinanzierung mit den Finanzierungspartnern muss gelingen. Gespräche laufen.

Wie weit diese Gespräche gediehen sind, bleibt offen. Bis zur Hauptversammlung im August dürften weitere offizielle Mitteilungen folgen.

Aktie im freien Fall

Der Kurs spricht eine deutliche Sprache. Freitag schloss die Aktie bei 4,46 Euro — ein Minus von fast 23 Prozent in sieben Tagen und rund 24 Prozent auf Monatssicht. Der RSI liegt bei 14,2, ein technisches Extremniveau. Die annualisierte Volatilität beträgt fast 58 Prozent.

Der August-Termin gibt dem Geschehen nun einen formalen Rahmen. Entscheidend bleibt, ob ABO Energy bis dahin eine belastbare Einigung mit seinen Finanzierungspartnern präsentieren kann.