Ein kleines technisches Kaufsignal trifft auf eine tiefe fundamentale Krise. Bei ABO Energy klaffen kurzfristige Kursbewegungen und langfristige Realität derzeit weit auseinander. Mit dem Sprung über die Marke von 5,98 Euro hat die Aktie den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 38 Tage nach oben durchkreuzt.
Das markiert eine erste Stabilisierung rund um das Niveau von sechs Euro. Im großen Bild verharrt der Projektierer für erneuerbare Energien in einem massiven Abwärtstrend. Der Abstand zur langfristigen 200-Tage-Linie beläuft sich auf erhebliche 72 Prozent.
Tiefe Einschnitte und frisches Vertrauen
Ursache für den Kursverfall ist ein radikaler Sanierungskurs. Im Januar schockte das Management den Markt mit einer massiven Gewinnwarnung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen Fehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Im März verließ Finanzgeschäftsführer Alexander Reinicke das Unternehmen.
Parallel dazu arbeitet ABO Energy an der finanziellen Basis. Anfang März stimmten die Anleihegläubiger dem Restrukturierungsplan mit fast vollständiger Mehrheit zu. Damit kann der Entwickler wieder zwingend benötigte Sicherheiten für Bürgschaften hinterlegen. Das verschafft dem Unternehmen operative Luft zum Atmen.
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Tagesgeschäft läuft weiter
Abseits der Bilanzprobleme treibt der Konzern seine Projekte voran. Auf der aktuellen Branchenmesse WindEurope in Madrid sucht das Management nach neuen internationalen Partnerschaften. Spanien gilt als strategischer Kernmarkt. Dort sicherte sich ABO Energy kürzlich den ersten Owner’s-Engineering-Vertrag für ein 65-Megawatt-Solarprojekt.
In Deutschland umfasst die Pipeline genehmigter Windkraftanlagen derzeit eine Kapazität von rund 650 Megawatt. Bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur kamen Zuschläge für knapp 16 Megawatt an zwei Standorten hinzu.
Das exakte Ausmaß der bilanziellen Belastungen steht in zwei Monaten fest. Am 22. Juni veröffentlicht ABO Energy den geprüften Jahresabschluss. Einen Tag später stellt sich das Management im Analystencall den Fragen der Investoren.
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