Die ABO Energy GmbH & Co. KGaA steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Nachdem die erste Abstimmung ohne Versammlung zur Anleihe 2024/29 am Quorum scheiterte, lädt das Unternehmen für den 9. März zu einer physischen Gläubigerversammlung nach Wiesbaden. Für die Sanierung des angeschlagenen Windkraftprojektierers könnte dies die letzte Gelegenheit sein.
Quorum verfehlt – trotz Mehrheit
Bei der ersten Abstimmung ohne Versammlung erreichte ABO Energy zwar die notwendige Stimmenmehrheit für die vorgeschlagenen Änderungen der Anleihebedingungen. Doch die Beteiligung von rund 38 Prozent des ausstehenden Kapitals lag deutlich unter dem erforderlichen Quorum von 50 Prozent. Das Problem: Die Anleihe liegt in den Depots vieler tausend Kleinanleger – eine breite Mobilisierung erwies sich als schwierig.
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Nun erfolgt der zweite Anlauf. Am Montag, den 9. März, ab 14 Uhr in den Räumen der Wiesbadener Industrie- und Handelskammer gilt ein reduziertes Teilnahmequorum von nur noch 25 Prozent. Die Stimmen aus der ersten Abstimmung zählen nicht mit. Wer teilnehmen will, muss erneut einen „Besonderen Nachweis mit Sperrvermerk“ von seiner depotführenden Bank einreichen.
Negative Pledge blockiert Sanierung
Im Kern geht es um die Handlungsfähigkeit des Unternehmens. Die Anleihebedingungen enthalten eine Negativverpflichtung, die ABO Energy aktuell daran hindert, neue Avale, Kredite und Bürgschaften aufzunehmen. Für die Fortführung der Geschäfte sind diese Finanzierungsinstrumente jedoch essentiell.
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Zudem sollen Kündigungsrechte der Gläubiger bis Ende Mai ausgesetzt werden. Bislang können Anleihen fällig gestellt werden, wenn das Unternehmen mit Gläubigern über eine Umschuldung verhandelt – ein Teufelskreis, der die laufenden Sanierungsgespräche gefährdet. Ein gemeinsamer Vertreter soll zudem bestellt werden, um die Interessen der Anleihegläubiger gebündelt zu vertreten.
CFO Alexander Reinicke wertet das erste Abstimmungsergebnis dennoch als Erfolg: „Offensichtlich haben die Anleihegläubiger erkannt, dass ihre Zustimmung notwendig ist, um die Sanierung zu ermöglichen.“ Die Chancen für den zweiten Anlauf stehen besser – das niedrigere Quorum dürfte erreichbar sein. Scheitert die Abstimmung jedoch erneut, wird die Luft für ABO Energy dünn. Die Beschlüsse sind entscheidend dafür, ob das Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen aus der Anleihe weiter erfüllen kann.
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