Über 99 Prozent der Anleihegläubiger stimmten im März den Sanierungsbeschlüssen zu. Für ein Unternehmen mit einem Jahresverlust von rund 170 Millionen Euro ist das eine bemerkenswert klare Ansage: Die Gläubiger glauben an den Turnaround.
Gläubiger ziehen mit
Der Verlust für 2025 ist gewaltig. Bei einer Konzerngesamtleistung von rund 230 Millionen Euro reißt der Fehlbetrag ein tiefes Loch. Wertberichtigungen im zweistelligen Millionenbereich haben das Ergebnis zusätzlich belastet.
Bereits im Januar sicherte sich ABO Wind eine Stillhaltevereinbarung mit den wichtigsten Kreditgebern. Das schaffte Luft. Die Zustimmung der Anleihegläubiger im März war der nächste Schritt — und gibt dem Management nun die Handlungsfähigkeit, die es für neue Projektausschreibungen braucht.
Operative Seite hält dagegen
Das Projektgeschäft läuft trotz der Krise. Bei der jüngsten Bundesnetzagentur-Ausschreibung sicherte sich das Unternehmen Zuschläge für zwei Windkraft-Erweiterungen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Das Genehmigungsportfolio für deutsche Windprojekte umfasst damit 650 Megawatt.
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International kamen mehrere Transaktionen zum Abschluss. ABO Wind verkaufte Rechte an einem kanadischen Windprojekt mit 63 Megawatt. Die letzte Rate für einen kolumbianischen Solarpark floss ein. In Spanien unterzeichnete das Unternehmen seinen ersten Owner’s-Engineering-Vertrag für ein externes Solarprojekt. Alle drei Deals stützen die Liquidität.
Im hessischen Waldkappel nahm ABO Wind sein viertes deutsches Batteriespeicher-Projekt in Betrieb — 16 Megawatt Leistung, über 33 Megawattstunden Kapazität. Das Projekt war bereits vor Baubeginn an Field verkauft worden.
Prüfstein im Juni
Das Management peilt für 2026 ein positives Ergebnis an. Für 2027 steht ein Nettogewinn von 50 Millionen Euro als Ziel. Am 22. Juni veröffentlicht ABO Wind den geprüften Konzernabschluss für 2025 — der erste harte Zahlentest für den Sanierungskurs. Die Halbjahreszahlen 2026 folgen am 1. September.
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