Morgan Stanley hat die Aktien von Accenture am Montag abgestuft. Die neue Einstufung lautet „Equalweight“ statt zuvor „Overweight“. Das Kursziel senkte die Bank von 240 auf 177 Dollar. Der Schritt signalisiert wachsende Skepsis gegenüber dem IT-Dienstleistungssektor.

Die Aktie des Beratungsriesen notiert aktuell bei 146,70 Euro. Das entspricht einem Minus von 0,24 Prozent zum Freitagsschluss. Auf Jahressicht hat der Titel 46,08 Prozent eingebüßt – rund die Hälfte des Börsenwerts ist damit vernichtet.

Eine Umfrage als Warnsignal

Der Grund für die Herabstufung: Die IT-Budgets wachsen kaum noch. Morgan Stanley beruft sich auf eine hauseigene CIO-Umfrage für das erste Quartal 2026. Demnach steigen die Ausgaben für IT-Dienstleistungen in diesem Jahr nur um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Ursache dafür ist paradox. Unternehmen geben zunehmend Geld für Künstliche Intelligenz aus. Diese Investments verdrängen aber die traditionellen IT-Projekte, die Accenture und Co. normalerweise befeuern.

Die Gesamtausgaben für IT wachsen 2026 voraussichtlich nur um 3,7 Prozent. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau von 3,6 Prozent. Die Botschaft: KI-Pilotprojekte haben bislang keine messbaren Renditen geliefert, die größere Ausgaben rechtfertigen würden.

Die Quartalszahlen kommen

Trotz der trüben Aussichten: Morgan Stanley bescheinigt Accenture eine gute Ausgangsposition für die Erholung. Grund sind die enorme Größe, die langjährigen Kundenbeziehungen und die Beteiligung an Großprojekten. Wann die Wende kommt, bleibt aber offen.

In den kommenden Tagen legt Accenture die Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2026 vor. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 18,8 Milliarden Dollar. Das wäre ein Plus von sechs Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie soll bei etwa 3,71 Dollar liegen – ein Anstieg um 6,3 Prozent.

Die technischen Kennzahlen zeigen ein gemischtes Bild. Der RSI liegt bei 42,5 Punkten – weder überkauft noch überverkauft. Der Kurs notiert 5,3 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 154,90 Euro. Das 200-Tage-Mittel von 195,34 Euro liegt sogar 24,9 Prozent über dem aktuellen Niveau.