Adidas: 705 Millionen Euro EBIT im Q1

Adidas übertrifft mit 14 Prozent Umsatzplus und 705 Millionen Euro EBIT die Erwartungen deutlich. Ein neues Milliarden-Rückkaufprogramm soll Vertrauen zurückgewinnen.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz steigt auf 6,6 Milliarden Euro
  • Operatives Ergebnis übertrifft Analystenschätzungen
  • Bekleidungssparte wächst um 31 Prozent
  • Aktienrückkauf im Wert von einer Milliarde Euro

14 Prozent währungsbereinigtes Umsatzwachstum, ein EBIT weit über Konsens und ein neues Milliarden-Rückkaufprogramm — Adidas hat das erste Quartal 2026 mit einem klaren Statement eröffnet. Dass der Kurs trotzdem noch rund 33 Prozent unter seinem Jahreshoch liegt, zeigt, wie viel Vertrauen das Unternehmen zuletzt verspielt hatte.

Zahlen, die sich sehen lassen

Der Umsatz kletterte auf rund 6,6 Milliarden Euro — Analysten hatten im Schnitt nur neun Prozent Plus erwartet, es wurden 14 Prozent. Beim Betriebsergebnis fiel die Überraschung noch deutlicher aus: 705 Millionen Euro, rund 58 Millionen Euro über dem Konsens. Die operative Marge verbesserte sich auf 10,7 Prozent.

Der Gewinn je Aktie erreichte 2,70 Euro und lag damit klar über der Erwartung von 2,53 Euro. Wachstumstreiber waren Großchina mit plus 17 Prozent und Lateinamerika mit einem Zuwachs von 26 Prozent. Auf Produktebene stach Bekleidung mit einem Plus von 31 Prozent hervor.

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Währungen und Zölle drücken auf die Marge

Das Bild ist nicht ohne Schattenseiten. Die Bruttomarge sank leicht auf 51,1 Prozent — im Vorjahr waren es noch 52,1 Prozent. Negative Währungseffekte und US-Zölle belasteten das Ergebnis zusammen mit rund 400 Millionen Euro.

CEO Bjørn Gulden schlug warnende Töne an. Lieferschwierigkeiten in den Nahen Osten hätten im Quartal bereits etwa 30 Millionen US-Dollar Umsatz gekostet. Obendrein sieht er zunehmende Rabattaktionen im Lifestyle-Segment und erwartet steigende Materialkosten in den nächsten sechs bis zwölf Monaten. Den Jahresausblick ließ das Management dennoch unverändert: währungsbereinigtes Wachstum im hohen einstelligen Bereich, Betriebsergebnis rund 2,3 Milliarden Euro.

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Analysten zwischen Euphorie und Zurückhaltung

Die Reaktion an der Börse war eindeutig — die Aktie legte am Mittwoch rund 8 Prozent zu und notiert aktuell bei etwa 149,60 Euro. Das Analysten-Bild ist differenzierter:

  • Jefferies bestätigt „Buy“ mit Kursziel 190 Euro, betont robuste Wachstumsdynamik
  • Bernstein Research senkt das Kursziel leicht auf 245 Euro, bleibt aber bei „Outperform“ — mit Verweis auf eine mögliche Neubewertung durch die Fußball-WM
  • Goldman Sachs bleibt bei „Neutral“ und Kursziel 165 Euro: Der bestätigte Ausblick induziere keine unmittelbare Erhöhung der Markterwartungen für das Gesamtjahr
  • Deutsche Bank Research bezeichnete das Quartal als „hervorragend“

Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro setzt ein weiteres Signal — ob es reicht, den Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von rund 161 Euro nachhaltig zu schließen, hängt maßgeblich davon ab, wie stark die Zoll- und Währungsbelastungen im zweiten Quartal durchschlagen.

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