Nike strauchelt. Puma sucht seinen Weg. Und Adidas? Der Konzern aus Herzogenaurach profitiert von einer Verschiebung der Kräfte im Sportartikelgeschäft. Nicht etwa, weil das Unternehmen plötzlich alles richtig machen würde. Sondern weil die Konkurrenz in einer tieferen Krise steckt.
Die Aktie notiert bei 174,60 Euro, ein Plus von 1,28 Prozent heute. Auf Monatssicht stehen 22,91 Prozent Plus. Wer vor einem Jahr eingestiegen ist, hält indes noch ein Minus von 16,46 Prozent in den Depots. Die Erholung ist da – aber sie ist jung.
Nike taumelt, Adidas sammelt
Die entscheidende Frage lautet: Ist das nur ein Strohfeuer, oder zeichnet sich hier wirklich ein nachhaltiger Trend ab? Analysten stellen sich zunehmend hinter Adidas – nicht aus Begeisterung, sondern aus Mangel an Alternativen. Bei Nike diagnostizieren sie eine langsame Kehrtwende unter dem aktuellen Management. Zu langsam. Adidas gilt dagegen als berechenbarer, das Ergebniswachstum als planbarer.
Das ist der Kern dieser Geschichte. Nicht die glorreiche Rückkehr eines einstigen Champions. Sondern die relative Stärke in einem schwächelnden Umfeld. Der Markt bewertet den Konzern mit knapp 29 Milliarden Euro. Eine Marktkapitalisierung, die signalisiert: Dieser Turnaround hat Substanz, auch wenn die operativen Beweise erst noch kommen müssen.
Technische Signale und offene Flanken
Der relative Stärkeindex RSI liegt bei 73,5. Das ist ein Bereich, den technisch orientierte Anleger aufmerksam verfolgen. Nicht alarmierend, aber nah an der Überkauftzone.
Positiv: Der Kurs hat die gleitenden Durchschnitte der letzten 50 und 200 Tage klar hinter sich gelassen – 149,00 beziehungsweise 158,97 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 130,20 Euro beträgt stolze 34,10 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 212,20 Euro, erreicht im Juli 2025, liegt noch 17,72 Prozent entfernt. Soweit so gut – die Richtung stimmt.
Die Dividende von 2,80 Euro je Aktie ist ein nettes Signal, aber nicht der Grund für die aktuelle Dynamik. Der treibt im Direktvertrieb und in der operativen Effizienz – zwei Felder, auf denen Adidas liefern muss, damit die Erholung nachhaltig bleibt.
Das entscheidende Quartal
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die jüngste Kursrally mehr ist als eine sentiment-getriebene Bewegung. Die Bilanzen müssen die Wende belegen. Die Konkurrenz schläft nicht – und Nike wird sich irgendwann neu erfinden.
Die Aktie ist ein interessanter Gradmesser für die absolute und relative Dynamik im Sektor. Ob aus dem Turnaround mehr wird, entscheiden die Zahlen.
Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 11. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

