Zwei Finalisten, ein Trikot-Hersteller. Spanien und Argentinien standen sich im WM-Finale 2026 gegenüber – beide liefen für Adidas auf. Für den Sportartikelkonzern aus Herzogenaurach ist das der maximale Werbeeffekt kurz vor den Halbjahreszahlen.

Zwei Finalisten, ein Ausrüster

Adidas stattete nicht nur beide Endspiel-Teams aus. Der Konzern lieferte auch den offiziellen Spielball. Branchenbeobachter sprechen von einem Idealszenario für die Marketing-Wirkung im wichtigen Sommerquartal.

Analysten reagierten prompt. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel auf 210 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Jefferies zog nach und erhöhte den fairen Wert auf 205 Euro.

Der Termin: 30. Juli

Am 30. Juli legt Adidas seine Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr vor. Der Konsens erwartet einen Quartalsumsatz von rund 6,5 Milliarden Euro. Das wäre ein zweistelliges Plus gegenüber dem Vorjahr.

Beim Gewinn je Aktie taxieren Experten im Schnitt 2,38 Euro, nach 2,07 Euro im Vorjahresquartal. Investoren wollen vor allem wissen, wie stark der WM-Effekt die Lagerbestände geleert hat. Auch die Margen im Direktgeschäft mit Endkunden stehen im Fokus.

Charttechnik zeigt Spielraum nach oben

Die Aktie notiert aktuell bei 178,85 Euro, nach einem leichten Rücksetzer von 0,64 Prozent am Dienstag. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 5,80 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 204,40 Euro fehlen aber noch gut zwölf Prozent.

Der RSI liegt bei 52,2 Punkten – ein neutraler Wert. Das lässt der Aktie vor der Zahlenvorlage Raum nach oben, ohne dass sie überkauft wirkt.

Während Nike zuletzt mit strukturellen Problemen kämpfte, nutzt Adidas die globale Bühne für sich. Die kommenden Tage bis zum 30. Juli dürften geprägt sein von abwartender, aber konstruktiver Stimmung unter Anlegern. Die Geschäftszahlen werden zeigen, ob sich der WM-Effekt tatsächlich in Umsatz und Marge niederschlägt.