Während PUMA nach einer Analystenkritik unter Druck gerät, bleibt das Bild für Adidas konstruktiver. Am Donnerstag legt die Aktie rund ein Prozent auf 167,25 Euro zu — ein bescheidener, aber kontinuierlicher Schritt in die richtige Richtung.

Analyst dreht Meinung, aber mit Vorbehalt

Bank-of-America-Analyst Thierry Cota hat sein Votum für Adidas von „Underperform“ auf „Neutral“ angehoben. Sein Argument: Das Wachstum dürfte langsamer bremsen als bislang angenommen, und das träge Branchenwachstum werde am Markt mittlerweile realistischer eingepreist. Für PUMA dagegen sieht er inzwischen zu viel Optimismus im Kurs — daher die Abstufung dort.

Das Kursbild bleibt dennoch angespannt. Das Jahreshoch von 171,30 Euro aus Januar liegt noch in greifbarer Nähe, wurde heute aber nicht erreicht. Im Jahresverlauf 2026 notiert die Aktie noch knapp im Minus — trotz der jüngsten Erholung.

Starke Fundamentaldaten als Fundament

Was das Sentiment stützt, sind die Quartalszahlen. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz währungsbereinigt um 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro, der operative Gewinn auf 705 Millionen Euro. Das war ein überzeugender Jahresauftakt — und liefert den Bullen ein konkretes Argument gegen allgemeine Konsumskepsis.

Hinzu kommt der Kalender: Die Fußballweltmeisterschaft rückt näher, und für einen Ausrüster mit globaler Präsenz bedeutet das traditionell erhöhte Nachfrage und Markensichtbarkeit. Ob das allein für eine nachhaltige Trendwende reicht, ist unter Analysten noch nicht ausgemacht.

Das nächste konkrete Prüfstück wird das zweite Quartal liefern — mit ersten Daten darüber, ob der WM-Effekt tatsächlich in den Zahlen ankommt.