Adidas Aktie: Bernstein sieht 245 Euro

Trotz schwacher China-Nachfrage und fallendem Kurs sieht Bernstein Research bei Adidas weiteres Potenzial bis 245 Euro.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Bernstein bestätigt Kursziel von 245 Euro
  • China-Großhändler meldet verhaltene April-Zahlen
  • Operatives Ergebnis stieg auf 2,3 Milliarden
  • Nächste Impulse durch Q2-Zahlen im Juli

Adidas bekommt von der Börse gerade zwei gegensätzliche Signale. Der Kurs fällt, während Bernstein Research das Potenzial der Aktie weiter hoch einschätzt. Im Zentrum steht die Frage, wie stark die schwache Nachfrage in China das Geschäft wirklich belastet.

Bernstein bleibt zuversichtlich

Analystin Aneesha Sherman hat die Aktie am Montag auf „Outperform“ belassen und das Kursziel bei 245 Euro bestätigt. Vom aktuellen Kurs von 143,45 Euro aus wäre das ein deutlicher Spielraum nach oben. Die Aktie verlor heute 2,68 Prozent und liegt damit auch klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt.

Bernstein stützt sich auf frische Absatzdaten des chinesischen Großhändlers Pou Sheng für April. Sie deuten auf eine weiter verhaltene Nachfrage nach Sportartikeln globaler Marken in China hin. Trotzdem hält das Haus die Reaktion des Marktes für überzogen und verweist auf die solide operative Entwicklung von Adidas.

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China bleibt der Schwachpunkt

Das Problem liegt nicht im Gesamtbild, sondern im wichtigsten Wachstumsmarkt. China liefert weiter keine klare Belebung, und genau das drückt die Stimmung. Hinzu kommen volatile Handels- und Zollbedingungen.

Auch geopolitische Spannungen, vor allem im Nahen Osten, bleiben ein Thema für die Lieferketten und die Kosten. Das macht die Planbarkeit für den Konzern schwieriger. Die hohe 30-Tage-Volatilität von 42,73 Prozent zeigt, wie nervös der Markt auf neue Signale reagiert.

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Bewertung am Markt geht auseinander

Bernstein gehört mit dem Ziel von 245 Euro zu den optimistischeren Stimmen. RBC liegt mit 170 Euro deutlich näher am Markt und sieht die Aktie im „Sector Perform“-Bereich. Der Abstand zwischen beiden Einschätzungen ist groß und zeigt, wie unterschiedlich die Anleger auf die Lage blicken.

Operativ hat Adidas zuletzt geliefert. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 14 Prozent, das operative Ergebnis kletterte auf 2,3 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Unternehmen weiter ein hohes einstelliges Wachstum und eine operative Marge im zweistelligen Prozentbereich an.

Die nächsten Impulse kommen Ende Juli mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2026. Dann zeigt sich, ob Adidas die schwache Nachfrage in China mit anderen Regionen ausgleichen kann. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für neue Signale aus Asien und für jede Veränderung beim Blick der Analysten.

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