Nach turbulenten Jahren meldet sich der Herzogenauracher Sportriese eindrucksvoll zurück. Mit Rekordzahlen für 2025 und einem angekündigten Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde Euro zeigt Adidas: Die Krise ist überwunden. Die Börse honorierte die Nachrichten prompt mit einem Kurssprung von rund 6 Prozent auf 152 Euro im vorbörslichen Handel.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache
Der Umsatz kletterte 2025 auf 24,8 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 23,7 Milliarden des Vorjahres. Währungsbereinigt legte die Marke Adidas im zweiten Jahr in Folge um 13 Prozent zu. Besonders bemerkenswert: Trotz negativer Währungseffekte von über einer Milliarde Euro gelang das Wachstum über alle Märkte und Vertriebskanäle hinweg.
Die Profitabilität entwickelte sich noch dynamischer. Das Betriebsergebnis schoss von 1,3 Milliarden auf 2,1 Milliarden Euro nach oben. Die operative Marge verbesserte sich um 2,6 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Im vierten Quartal allein verdoppelte sich das Betriebsergebnis auf 164 Millionen Euro.
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Yeezy-Erbe erfolgreich abgewickelt
Die komplizierte Abwicklung der Yeezy-Bestände belastete die Vergleichszahlen. Rechnet man den Vorjahresumsatz von rund 650 Millionen Euro aus der beendeten Kanye-West-Kooperation heraus, betrug das währungsbereinigte Wachstum immer noch solide 10 Prozent. Im Schlussquartal spielte Yeezy mit nur noch 50 Millionen Euro kaum eine Rolle mehr.
Aktienrückkauf als Vertrauenssignal
Ab Anfang Februar startet Adidas ein Rückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro. Finanziert werden soll dies durch die erwartete starke Cashflow-Generierung im laufenden Jahr. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen – ein klares Signal des Managements an die Investoren.
Damit bewegt sich der DAX-Konzern am oberen Ende der Markterwartungen, wie die Schweizer Bank UBS anmerkte. Bei der aktuell niedrigen Bewertung der Papiere sei dieser Schritt allerdings keine wirkliche Überraschung, kommentierte die kanadische Bank RBC.
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Zweistelliges Wachstum trotz widriger Umstände
Das vierte Quartal bescherte dem Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 11 Prozent. Die Bruttomarge kletterte auf 50,8 Prozent nach 49,8 Prozent im Vorjahr. UBS-Analyst Robert Krankowski zeigte sich beeindruckt: Adidas habe Sorgen bezüglich der europäischen Märkte, der Rabattschlacht in der Branche und der US-Zollpolitik erfolgreich getrotzt.
Technischer Ausblick bleibt verhalten
Trotz der positiven Nachrichten bleibt die Aktie technisch angeschlagen. Der seit Mitte Februar laufende Abwärtstrend ist weiterhin intakt. Um diesen zu durchbrechen, müsste der Kurs die Marke von 168 Euro überwinden – noch ein gutes Stück von den aktuellen 152 Euro entfernt.
Die endgültigen Jahreszahlen sowie die Prognose für 2026 will Adidas am 4. März vorlegen. Dann wird sich zeigen, ob CEO Bjørn Gulden im fünften Jahr an der Spitze den Aufwärtstrend fortsetzen kann.
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