Adidas steuert auf einen entscheidenden Termin zu. Am 30. Juli 2026 legt der Sportartikelkonzern seine Halbjahreszahlen vor. Mehrere Banken haben ihre Kursziele bereits vorher angehoben. Der Markt rechnet mit einem starken Quartal.

Kursbild vor dem Bericht

Die Aktie schloss am Freitag bei 180,55 Euro, ein Minus von 0,66 Prozent. Der Titel notiert damit 12,57 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 206,50 Euro aus dem Juli 2025. Der RSI liegt bei 55,5 und zeigt eine neutrale Zone. Weder überkauft noch überverkauft, die Aktie hat aktuell keine klare Richtung.

Analysten erwarten deutliches Wachstum

Für das zweite Quartal 2026 rechnen Analysten im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 2,38 Euro. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 2,07 Euro. Beim Umsatz erwarten die Schätzungen ein Plus von 10,42 Prozent auf 6,57 Milliarden Euro, nach 5,95 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 sind die Erwartungen ähnlich optimistisch. 25 Analysten prognostizieren im Schnitt einen Jahresgewinn je Aktie von 9,54 Euro. Im Vorjahr waren es 7,51 Euro. Beim Umsatz gehen die Schätzungen von 26,70 Milliarden Euro aus, nach 24,81 Milliarden Euro im Vorjahr.

Banken ziehen Kursziele nach oben

Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel zuletzt von 200 auf 210 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Jefferies zog nach: Das Kursziel steigt von 190 auf 205 Euro, ebenfalls mit Kaufempfehlung. Die Deutsche Bank begründet ihre Einschätzung mit der wachsenden Markenstärke von Adidas. Zusätzlich profitiere der Konzern von der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika.

Nike bleibt Bezugsgröße

Der Wettbewerb mit Nike bleibt für Investoren ein zentrales Thema. Der US-Rivale kämpfte zuletzt mit schwächeren Zahlen. Adidas steht im Vergleich derzeit stärker da.

Eine Umstellung ist bereits bekannt und eingepreist: Die anstehende WM ist die letzte, bei der Adidas den Deutschen Fußball-Bund ausrüstet. Ab 2027 übernimmt Nike den Vertrag.

Bis zum Berichtstermin am 30. Juli dürfte sich an der grundsätzlichen Richtung wenig ändern. Wechselkurseffekte, die US-Zollsituation und der direkte Vergleich mit Nike bleiben die entscheidenden Unsicherheitsfaktoren. Die Zahlen selbst werden zeigen, ob die optimistischen Analystenschätzungen Bestand haben.