Adidas Aktie: Neues 13-Wochen-Hoch bei 167,35 Euro

Adidas erreicht neues 13-Wochen-Hoch und plant 1,5 Milliarden Euro für Aktionäre. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie auf höchstem Stand seit 13 Wochen
  • 1,5 Milliarden Euro für Dividende und Aktienrückkauf
  • WM in Nordamerika als Wachstumstreiber
  • Zweistelliges Plus im Direktvertrieb

Kurz vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft setzt die Adidas-Aktie zu einem Sprung an. Am Freitag notierte der Titel bei 167,35 Euro – ein neues 13-Wochen-Hoch. Das sind knapp sechs Prozent mehr als in der Vorwoche. Der RSI von 60,3 signalisiert moderates Momentum, ohne dass die Aktie überkauft wirkt.

Bemerkenswert: Seit Jahresbeginn liegt Adidas mit minus 0,65 Prozent immer noch knapp im Minus. Das 52-Wochen-Hoch bei 219 Euro aus dem Juni 2025 ist mehr als 23 Prozent entfernt. Der technische Ausbruch schafft nun eine neue Basis.

Analysten sehen Luft nach oben

Trotz der jüngsten Kursgewinne liegt das durchschnittliche Analystenziel bei rund 202 Euro – satte 35 Euro über dem aktuellen Niveau. Die Stimmung hat sich zuletzt stabilisiert. Die US-Bank Bank of America hob ihre Einstufung Ende Mai von „Underperform“ auf „Neutral“.

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Marktbeobachter verweisen auf den nachlassenden Pessimismus. Zwar bleibt der Markt für Lifestyle-Schuhe volatil und rabattgeprägt. Doch die systematische Reduzierung von Überbeständen bei Händlern werten sie als strategischen Fortschritt.

1,5 Milliarden Euro für Aktionäre

Ein zentraler Pfeiler ist die geplante Kapitalrückführung. Für das laufende Jahr stellt Adidas den Aktionären insgesamt 1,5 Milliarden Euro in Aussicht. 500 Millionen Euro entfallen auf die Dividende, bis zu eine Milliarde auf ein Aktienrückkaufprogramm.

Hinzu kommt die WM in Nordamerika im Juni. Der Konzern nutzt das Turnier für neue Performance-Produkte und drängt zugleich ins erschwinglichere Segment. Eine Kooperation mit Deichmann bringt exklusive Kollektionen in über 4.600 Filialen. Analysten werten den Schritt als Versuch, Volumen und Margen im Massenmarkt gleichzeitig zu stützen.

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Zweistelliges Wachstum im Direktgeschäft

Die Schätzungen für 2026 sind optimistisch. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von knapp 9,50 Euro. Im Vergleich zum US-Konkurrenten Nike, der seit Jahresbeginn deutlich verliert, steht Adidas solider da.

Das Direct-to-Consumer-Geschäft wächst zweistellig – in fast allen Regionen. Der E-Commerce legte zuletzt um rund 25 Prozent zu. Das Management pocht jedoch auf Preisdisziplin. Um die Markenexklusivität zu wahren, verzichtet der Konzern in vielen Märkten auf übertriebene Rabattaktionen.

Der Ausbruch über das 13-Wochen-Hoch gibt der Aktie kurzfristig Rückenwind. Ob daraus eine Trendwende wird, entscheidet sich im Juni. Die WM-Aktivierungen und die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, ob Adidas aus dem technischen Momentum fundamentale Substanz machen kann.

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