Während Branchenprimus Nike mit einem schwachen Ausblick den gesamten Sportartikelmarkt belastet, wählt Adidas strategisch die Flucht nach vorn. Mit einer Reihe neuer Nischen-Partnerschaften und hartnäckigen Gerüchten um einen millionenschweren Formel-1-Deal versucht der Herzogenauracher Konzern, sich operativ vom Abwärtssog der Konkurrenz abzukoppeln. Anleger blicken genau auf diese Neuausrichtung, zumal das Wertpapier charttechnisch weiterhin stark angeschlagen ist.
Expansion in neue und alte Reviere
Im Zentrum der aktuellen Aufmerksamkeit stehen Spekulationen über einen Einstieg bei Red Bull Racing. Berichten zufolge verhandelt Adidas über einen Ausrüstervertrag ab der Formel-1-Saison 2027, der ein Volumen von rund 27 Millionen Euro pro Jahr umfassen soll. Ein Sprecher des Unternehmens lehnte Stellungnahmen zu den Gerüchten ab.
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Gleichzeitig treibt das Management die Diversifizierung im Breitensport aktiv voran. Neben einer neuen Pickleball-Kollektion für den asiatischen Markt fungiert Adidas künftig als Titelsponsor eines Mountainbike-Rennteams in der UCI Downhill World Series. Zudem legt der Konzern den ikonischen Fußballschuh Y-3 F50 aus dem Jahr 2006 neu auf, um das margenstarke Lifestyle-Segment zu bedienen.
Bewertungsvorteil gegenüber Nike
Diese operative Umtriebigkeit bildet einen starken Kontrast zur aktuellen Nachrichtenlage beim US-Konkurrenten Nike, der für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang von bis zu vier Prozent prognostiziert. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Adidas mit einem Forward-KGV von 17 deutlich günstiger bewertet ist als der Rivale aus Oregon.
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Dennoch spiegelt der Aktienkurs diese relative Stärke derzeit kaum wider. Bei einem aktuellen Niveau von 136,85 Euro notiert das Papier gefährlich nah an seinem 52-Wochen-Tief von 131,55 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein deutliches Minus von fast 19 Prozent.
Konkrete Ziele für 2026
Das Management hält ungeachtet der schwachen Kursentwicklung an seinen finanziellen Zielen fest und peilt für das Geschäftsjahr 2026 ein operatives Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro an. Währungseffekte und US-Zölle, die den Gewinn um geschätzt 400 Millionen Euro drücken, sind in dieser Prognose bereits eingepreist. Den nächsten harten Bewertungsmaßstab für die Strategie liefert der 29. April. An diesem Datum präsentiert Adidas die Zahlen zum ersten Quartal, für die Analysten der Schweizer Großbank UBS einen soliden Jahresstart erwarten. Sie untermauern diese Einschätzung mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 219 Euro.
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