Adidas Aktie: Zeit für Besorgnis?

Adidas kämpft mit Zollbelastungen aus Asien und einem deutlichen Kursverlust. Der Q1-Bericht soll Klarheit über die Ergebnisentwicklung bringen.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursverlust von fast 37 Prozent
  • US-Zölle belasten Produktion in Vietnam
  • Insider-Käufe trotz Marktskepsis
  • WM-Geschäft als Hoffnungsträger

Fast 37 Prozent Kursverlust binnen eines Jahres — und in fünf Tagen folgen die Quartalszahlen. Für Adidas-Aktionäre ist das eine ungemütliche Kombination.

Die Aktie verlor am Freitag knapp ein Prozent auf 137,00 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf über sechs Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Rückgang von fast 19 Prozent zu Buche, der Kurs notiert rund 15 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Zum 52-Wochen-Hoch von 223,50 Euro fehlen fast 39 Prozent.

Zölle fressen ins Ergebnis

Der Belastungsfaktor ist struktureller Natur. Rund 92 Prozent der Fertigung stammen aus Fernost, allein 27 Prozent des globalen Einkaufsvolumens kommen aus Vietnam — genau dort greifen US-Strafzölle von 46 Prozent. Performance-Schuhe erfordern hochspezialisierte Anlagen; eine kurzfristige Produktionsverlagerung ist kaum möglich.

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Das schlägt sich in den Zielen nieder. Nach einem starken 2025 mit 24,8 Milliarden Euro Umsatz und einem operativen Gewinn von über zwei Milliarden Euro peilt das Management für 2026 nur noch rund 2,3 Milliarden Euro operatives Ergebnis an — belastet durch 400 Millionen Euro Gegenwind aus Zöllen und Währungseffekten.

Insider kaufen, Markt zweifelt

Bemerkenswert ist die Lücke zwischen Kurs und Analystenmeinung. 22 von 23 Analysten empfehlen den Kauf, der Konsens liegt beim Kursziel von 204,50 Euro — also mehr als 49 Prozent über dem aktuellen Niveau. Finanzvorstand Harm Ohlmeyer kaufte Ende März Aktien im Wert von rund 332.000 Euro.

Der Markt sieht das gelassener. Die vorsichtige Gewinnprognose für 2026 lastet auf der Stimmung, der Kurs hält sich nur knapp fünf Prozent über dem April-Tief.

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WM als mittelfristiger Treiber

Einen Lichtblick bietet das Fußballgeschäft. Adidas bringt das Trefoil-Logo nach 36 Jahren zurück auf die WM-Bühne und hat Auswärtstrikots für alle 25 Partnerverbände vorgestellt. Das Turnier in Nordamerika gilt als bislang größtes in der FIFA-Geschichte — mit entsprechendem kommerziellem Potenzial für das margenstarke Lifestyle-Segment.

Mittelfristig rechnet das Unternehmen mit einem Schub: Für 2027 und 2028 visiert Adidas ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an.

Der Q1-Bericht am 29. April gibt erstmals konkreten Aufschluss darüber, wie stark die Zollbelastungen tatsächlich im laufenden Geschäft ankommen — und ob die optimistischen Analystenziele noch eine realistische Grundlage haben.

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