Adidas Aktie: Zwischenberichte präsentiert

Die Adidas-Aktie notiert deutlich unter dem Analystenkonsens, obwohl das Unternehmen solide operative Ergebnisse und eine aktionärsfreundliche Politik vorlegt. Die kommenden Quartalszahlen werden die Auswirkungen der US-Zölle zeigen.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Analystenkonsensziel liegt 55 Prozent über aktuellem Kurs
  • US-Zölle und Währungseffekte belasten Gewinnausblick
  • Dividende steigt um 40 Prozent auf 2,80 Euro
  • Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro

22 von 23 Analysten empfehlen den Kauf — und trotzdem notiert die Adidas-Aktie rund 55 Prozent unter dem Analysten-Konsenssziel von 204,50 Euro. Kepler Capital bekräftigte die Kaufempfehlung zuletzt erneut, UBS hatte dies bereits am 1. April getan. Die Botschaft ist eindeutig: Viele Experten halten den aktuellen Kursrückgang für übertrieben.

Der Grund für den Druck auf die Aktie ist bekannt. Adidas warnte Anfang März vor einem negativen Effekt von 400 Millionen Euro durch US-Zölle und ungünstige Währungsentwicklungen. Rund 39 Prozent des Schuhwerks stammen aus Vietnam — einem Land, das mit besonders hohen US-Abgaben belegt ist. RBC Capital Markets stufte den Gewinnausblick für 2026 als etwa 15 Prozent unter den Markterwartungen ein.

Starkes Geschäftsjahr, schwacher Ausblick

Das operative Ergebnis für 2026 peilt Adidas trotz der Belastungen bei rund 2,3 Milliarden Euro an. Das klingt solide — zumal das abgelaufene Geschäftsjahr überzeugte: Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro, der Nettogewinn erreichte 1,377 Milliarden Euro.

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Parallel setzt das Unternehmen auf aktionärsfreundliche Signale. Die vorgeschlagene Dividende von 2,80 Euro je Aktie entspricht einem Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro kommt hinzu — zusammen ein Gesamtpaket von bis zu 1,5 Milliarden Euro. CEO Björn Gulden, dessen Vertrag bis 2030 verlängert wurde, setzt damit einen klaren Kurs.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 29. April legt Adidas die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird sich zeigen, wie stark die Zollbelastungen tatsächlich durchschlagen. Mittelfristig peilt das Unternehmen für den Zeitraum 2026 bis 2028 ein jährliches Wachstum des operativen Gewinns im mittleren Zehnerprozentbereich an — ein Ziel, das die breite Analystenunterstützung erklärt, auch wenn der Kurs davon derzeit weit entfernt ist.

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