Adidas: Bernstein senkt Ziel auf 245 Euro

Bernstein Research senkt das Kursziel für Adidas auf 245 Euro, sieht aber weiteres Potenzial. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief, die Q1-Zahlen am 29. April könnten für Bewegung sorgen.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursziel von 255 auf 245 Euro gesenkt
  • Aktie fällt auf 137,40 Euro zurück
  • Q1-Zahlen am 29. April im Fokus
  • 130-Euro-Marke als kritische Unterstützung

Bernstein Research senkt das Kursziel für Adidas — und bleibt trotzdem optimistisch. Für Anleger ist das eine merkwürdige Botschaft, die am Freitag niemanden überzeugte. Die Aktie verlor weitere 0,6 Prozent auf 137,40 Euro, seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 18 Prozent.

Bernstein sieht Potenzial, der Markt zögert

Das Analysehaus bestätigte am 24. April sein „Outperform“-Rating, senkte das Kursziel jedoch von 255 auf 245 Euro. Begründung: verstärkte Marketingausgaben und Produktinnovationen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. Bernstein argumentiert, ein starkes WM-Abschneiden könnte die Markenbekanntheit steigern und eine Neubewertung der Aktie auslösen.

Das klingt plausibel — ist aber Zukunftsmusik. Der aktuelle Kurs liegt rund 15 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 161,72 Euro, der langfristige Abwärtstrend ist damit intakt. Bereits am Donnerstag kreuzte das Papier die 38-Tage-Linie nach unten, ein charttechnisch negatives Signal.

Zwei Termine, die den Kurs bewegen können

Die nächsten Handelstage bringen Klarheit — oder neuen Druck. Am 29. April veröffentlicht Adidas die Q1-Zahlen 2026. Marktbeobachter schauen besonders auf die Bruttomarge und den Jahresausblick, der durch Zollbelastungen und Währungseffekte von rund 400 Millionen Euro belastet wird.

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Am 7. Mai folgt die ordentliche Hauptversammlung. Zur Abstimmung steht der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025; Analysten erwarten im Konsens eine Ausschüttung zwischen 2,80 und 3,64 Euro je Aktie.

Ein Signal kam bereits Ende März aus dem Unternehmen selbst: Finanzvorstand Harm Ohlmeyer kaufte Aktien im Wert von rund 332.000 Euro. Den Kursrutsch aufhalten konnte das bislang nicht.

Das 130-Euro-Niveau als kritische Marke

Das 52-Wochen-Tief liegt bei 130,60 Euro — knapp fünf Prozent unter dem aktuellen Kurs. Liefern die Q1-Zahlen am Mittwoch eine positive Überraschung bei der operativen Marge, könnte das die von Bernstein skizzierte Erholung anstoßen. Enttäuschen die Zahlen, rückt ein Test dieses Tiefs schnell in Reichweite.

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Über Dieter Jaworski 3433 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

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