Rekordumsätze und ein gigantischer Aktienrückkauf beflügeln normalerweise jeden Kurs. Bei Adobe passiert aktuell das genaue Gegenteil. Die fundamentale Stärke prallt an einer tief sitzenden Skepsis der Investoren ab.
Rekordzahlen treffen auf KI-Sorgen
Das erste Geschäftsquartal lieferte beeindruckende Werte. Adobe erwirtschaftete einen Rekordumsatz von 6,4 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu genehmigte der Vorstand ein neues Rückkaufprogramm über 25 Milliarden US-Dollar.
Der Markt ignoriert diese Stärke komplett. Die Aktie rutschte seit Jahresbeginn um rund 28 Prozent ab. Aktuell notiert das Papier bei knapp 203 Euro. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 25,8 einen stark überverkauften Zustand.
Die Ursache liegt in der Künstlichen Intelligenz. Investoren fürchten den Verlust der Marktmacht. Neue KI-Anwendungen könnten die kreative Software von Adobe überflüssig machen. Das Management bestätigte bereits einen spürbaren Rückgang im traditionellen Bildlizenz-Geschäft.
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Führungswechsel zur Unzeit
Mitten in diesem technologischen Umbruch verliert das Unternehmen seinen langjährigen Chef. Shantanu Narayen gibt den Posten des CEO nach 18 Jahren ab. Er wechselt in die Rolle des Verwaltungsratschefs.
Frank Calderoni leitet nun die Suche nach einem Nachfolger. Der Verwaltungsrat prüft interne und externe Kandidaten. Die Folge: Unsicherheit. Ein neuer Chef muss erst beweisen, dass er den KI-Wandel meistert.
Die aktuelle Bewertung spiegelt diese Zweifel wider. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis fiel auf 10,1. Vor gut einem Jahr lag dieser Wert noch bei über 21.
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Wichtige Signale im Juni
Am 11. Juni präsentiert Adobe die Zahlen für das zweite Quartal. Dieser Termin wird zum Lackmustest. Analysten achten besonders auf die wiederkehrenden Umsätze im Bereich Digital Media.
Im Vorquartal lag dieser Wert bei 400 Millionen US-Dollar. Der Markt erwartet nun einen Sprung über die Marke von 450 Millionen US-Dollar. Gelingt das, beweist Adobe die erfolgreiche Monetarisierung seiner eigenen KI-Lösung Firefly.
Bis dahin bleibt die Aktie in einem Spannungsfeld. Die Ernennung eines neuen CEO und die kommenden Quartalszahlen geben die strategische Richtung vor. Erst ein klares Wachstum durch Firefly dürfte die Sorgen der Investoren zerstreuen.
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