Adobe kämpft gerade an mehreren Fronten gleichzeitig. Der Kursrückgang von über 44 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch spiegelt eine ungewöhnliche Kombination aus Führungsunsicherheit, KI-Wettbewerbsdruck und enttäuschten Wachstumserwartungen wider — obwohl das Unternehmen zuletzt die Quartalsprognosen übertroffen hat.
Starke Zahlen, schwaches Signal
Adobe meldete für Q1 2026 einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 6,06 Dollar bei einem Umsatz von 6,40 Milliarden Dollar — beides über den Analystenerwartungen. Trotzdem verkauften Anleger die Aktie. Der Grund: Das traditionelle Standalone-Bildgeschäft schrumpfte stärker als erwartet und steht für rund 450 Millionen Dollar Jahresumsatz, der zunehmend unter Druck gerät.
Hinzu kommt die Ankündigung des CEO-Wechsels. Shantanu Narayen gibt seinen Posten ab, der Verwaltungsrat sucht weltweit nach einem „KI-nativen“ Nachfolger. Argus-Research-Analyst Joseph Bonner stufte die Aktie allein wegen dieser Nachricht von „Buy“ auf „Hold“ herab.
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Analysten werden vorsichtiger
Die Reaktionen nach den Quartalszahlen fielen gemischt aus. Citigroup behielt das „Neutral“-Rating, senkte aber das Kursziel von 315 auf 278 Dollar. Analyst Tyler Radke verwies auf eine leichte Verlangsamung beim annualisierten Wiederkehrumsatz. Mizuho blieb mit „Outperform“ optimistischer, kürzte das Kursziel jedoch ebenfalls — von 340 auf 315 Dollar — und betonte die schwierige Aufgabe, generative KI-Tools in einem wettbewerbsintensiven Umfeld zu monetarisieren.
Auch institutionelle Anleger ziehen sich zurück: Im jüngsten Quartal reduzierten 1.688 institutionelle Investoren ihre Positionen, während lediglich 966 aufstockten.
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Semrush als möglicher Wendepunkt
Ein konkreter Katalysator steht in Aussicht. Adobe übernimmt Semrush für 12 Dollar je Aktie in bar — ein Gesamtwert von rund 1,9 Milliarden Dollar. Die Semrush-Aktionäre stimmten dem Deal bereits im Februar 2026 zu, der Abschluss wird für das zweite Fiskalquartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der Regulierungsgenehmigung. Mit der Übernahme erweitert Adobe sein Portfolio um SEO- und Suchanalyse-Tools und stärkt damit seine Position im KI-gestützten Performance-Marketing.
Die Bewertung liegt aktuell bei rund dem 14- bis 18-fachen der erwarteten Gewinne — weit unter Adobes historischem Durchschnitt von 30x bis 40x. Für das zweite Quartal 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 6,43 und 6,48 Milliarden Dollar sowie einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 5,80 bis 5,85 Dollar. Ob der Semrush-Abschluss und die Benennung eines neuen CEO die Stimmung drehen können, wird sich spätestens mit dem nächsten Quartalsbericht zeigen.
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