Citigroup hat Adobe am Mittwoch von „Neutral“ auf „Verkaufen“ herabgestuft und das Kursziel von 250 $ auf 207 $ gesenkt. Das Analysehaus begründet den Schritt mit Risiken für das Wachstum im Geschäftsjahr 2027.

Die Adobe-Aktie fiel gestern um 2,3%. Der Rückgang folgte auf einen schwachen Donnerstag für Technologiewerte: Medienberichten zufolge gehörte Adobe dabei zu den Softwareunternehmen unter Druck. Anleger sorgten sich demnach um die möglichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf deren Geschäftsmodelle.

Citigroup verweist auf Führungswechsel und Wettbewerb

Bei Adobe nennt Citigroup den Übergang an der Unternehmensspitze und unbesetzte Führungspositionen als Risikofaktoren. Hinzu kommen nach Einschätzung des Hauses Wettbewerbsdruck und gesamtwirtschaftliche Belastungen im Creative-Geschäft. Auch Konkurrenz durch KI-Angebote sowie im Geschäft mit kleinen Unternehmen fließt in die skeptischere Bewertung ein.

Den breiteren Technologiesektor belastete am Donnerstag laut Reuters eine Neubewertung der Aussichten für den Bau von KI-Rechenzentren nach den US-Zwischenwahlen. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Citigroup-Abstufung und dem gestrigen Kursrückgang nennt die Berichterstattung nicht.

Adobe baut KI-Partnerschaften aus

Adobe und NVIDIA erweiterten am 15. Oktober ihre Zusammenarbeit. Die Partner wollen Photoshop, Premiere, Substance 3D, Frame.io und Brand Concierge für schnellere KI-gestützte Gestaltung, Produktion und Personalisierung optimieren.

Vor rund zwei Wochen meldete Adobe zudem die Verfügbarkeit seines CX Enterprise Coworker innerhalb von ChatGPT, Claude, Databricks Genie, Gemini for business und Microsoft Copilot. Integrationen mit Amazon Quick, IBM und Snowflake sollen folgen. Das Unternehmen kündigte außerdem neue Schnittstellen zu Werkzeugen seiner Partner an.

Als nächster Veranstaltungstermin steht die Adobe MAX 2026 an. Die Konferenz ist vom 10. bis 12. November in Miami Beach geplant.