Advanced Blockchain meldet sich mit einem kräftigen Kurssprung zurück. Das Papier klettert am Mittwoch um 19,42 Prozent auf 1,33 Euro. Erst am Montag markierte der Titel bei 0,99 Euro ein neues Jahrestief.

Neustart mit ABAG 2.0

Der Vorstand treibt die Neuausrichtung unter dem Schlagwort „ABAG 2.0“ voran. Mit dem geprüften Jahresabschluss für 2025 endete laut Management die notwendige Aufräumphase. In diesem Schritt bereinigte das Unternehmen Altlasten und professionalisierte seine Strukturen. Das Ziel ist klar: Verlorenes Vertrauen am Kapitalmarkt zurückgewinnen.

Operativ sieht die Gesellschaft Fortschritte im eigenen Portfolio. Projekte wie Panoptic, Polymer und Peaq verzeichneten zuletzt eine positive Dynamik. Besonders die Skalierung der Rechenpartnerschaften soll die neue Strategie stützen.

Belastung durch Abschreibungen

Die Bilanz für 2025 zeigt die Kosten des Umbaus. Zwar stieg der Umsatz leicht auf 0,31 Millionen Euro. Ein hoher Jahresfehlbetrag von 3,48 Millionen Euro belastet das Ergebnis jedoch massiv.

Maßgeblich dafür waren Wertberichtigungen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Führung einen deutlich geringeren Fehlbetrag. Neue Impulse erhofft sich der Vorstand durch eine Handelslizenz in Dubai sowie Tokenisierungsprojekte für Künstliche Intelligenz.

Die aktuelle Erholung wirkt technisch motiviert, bleibt aber hochspekulativ. Mit einer annualisierten Volatilität von 98,57 Prozent schwankt der Kurs extrem stark. Im August 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Dort muss das Management Details zu den Exit-Strategien für seine Token-Beteiligungen liefern.