Analysten raten zum Einstieg, aber der Markt reagiert mit massiven Verkäufen. Advanced Blockchain vollzieht einen harten bilanziellen Neuanfang. Experten sehen hohes Potenzial, während Anleger die Aktie auf Talfahrt schicken.

Bilanzielle Aufräumarbeiten abgeschlossen

Die Analysefirma GBC AG bewertet die jüngsten Abschreibungen als notwendigen Schritt. Die Experten bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Sie setzen das Kursziel auf 2,00 Euro bis Ende 2027 fest.

Der Jahresabschluss für 2025 zeigt die Spuren dieses Umbaus. Das Unternehmen verbuchte einen Jahresfehlbetrag von 3,48 Millionen Euro. Davon entfielen rund 1,5 Millionen Euro auf Wertberichtigungen bei Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften.

Neuausrichtung auf KI und Robotics

Die Analysten bezeichnen diesen Schritt als wichtigen Neustart. Er macht den Weg für die neue Strategie „ABAG 2.0“ frei. Das Management will damit die Abhängigkeit von schwankenden Kryptomärkten verringern.

Die Einheit FinPro rückt dabei ins Zentrum. Sie soll Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz und Robotics erschließen. Parallel dazu zeigen Portfolio-Projekte wie Panoptic und Peaq eine positive operative Dynamik.

Hoher Kursdruck trotz Kaufempfehlung

Der Markt reagiert dennoch skeptisch. Die Aktie verliert am Dienstag 8,87 Prozent auf 1,19 Euro. Damit notiert das Papier deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,60 Euro.

Die technische Lage bleibt angespannt. Das Papier notiert nur rund 20 Prozent über seinem Jahrestief. Bei einer annualisierten Volatilität von über 90 Prozent schwanken die Kurse extrem. Kein Wunder.

Das Unternehmen plant die ordentliche Hauptversammlung für August 2026. Anleger erwarten dort Details zu Exit-Strategien für Token-Beteiligungen. Auch der Fortschritt der neuen KI-Projekte wird dort eine zentrale Rolle spielen.