AeroVironment: 1,2 Milliarden für LASSO bis 2031

Trotz milliardenschwerem Drohnenauftrag der US-Armee verliert AeroVironment an der Börse massiv an Wert.

AeroVironment Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 34 Prozent
  • Quartalszahlen verfehlen Analystenerwartungen deutlich
  • US-Armee wählt Switchblade für LASSO-Programm
  • Management peilt Gewinnspanne von 2,75 bis 3,10 Dollar an

Starke Nachfrage aus dem Pentagon, schwache Kurse an der Börse—bei AeroVironment klaffen operative Erfolge und Marktstimmung auseinander. Trotz eines neuen Großauftrags der US-Armee steckt die Aktie des Drohnenherstellers in einem massiven Abwärtssog.

Seit Jahresanfang verlor das Papier rund 34 Prozent an Wert. Aktuell notiert die Aktie bei 143,90 Euro und bewegt sich damit gefährlich nah an ihrem Jahrestief. Ein branchenweiter Ausverkauf drückte zuletzt auch Konkurrenten wie Kratos Defense und Huntington Ingalls tief ins Minus.

Schwache Quartalszahlen belasten

Der jüngste Kursverfall hat fundamentale Gründe. AeroVironment verfehlte im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Wall Street deutlich. Der Umsatz lag mit rund 408 Millionen US-Dollar spürbar unter den prognostizierten 488 Millionen. Auch der Gewinn je Aktie enttäuschte mit 0,64 US-Dollar.

Diese Verfehlung wiegt schwer. Investoren bewerten das Unternehmen mit einem zukunftsgerichteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 48. Das liegt massiv über dem Branchendurchschnitt. Bei einer derart ambitionierten Bewertung verzeiht der Markt keine operativen Schwächen.

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Milliardenprogramm der US-Armee

Operativ baut der Konzern seine Position als Rüstungslieferant derweil weiter aus. Die US-Armee wählte das System Switchblade für ihr neues LASSO-Programm aus. Diese tragbaren Kamikaze-Drohnen bilden das Zentrum der aktuellen Modernisierungsbemühungen des Militärs.

Das Pentagon plant für das Projekt bis 2031 Ausgaben von geschätzt 1,2 Milliarden US-Dollar ein. Parallel dazu integriert die Armee das Aufklärungssystem Vapor CLE in spezialisierte Einheiten. Die technologische Basis liefert dabei eine hauseigene Software, die künstliche Intelligenz zur Zielerfassung nutzt.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 2,75 und 3,10 US-Dollar an. Um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, muss AeroVironment diese Spanne zwingend erreichen. Ein weiteres Verfehlen dürfte den Abstand zur 200-Tage-Linie, der aktuell bereits bei minus 38 Prozent liegt, weiter vergrößern.

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