143 Prozent Umsatzwachstum im Quartal — und trotzdem ein Nettoverlust von über 150 Millionen Dollar. Bei AeroVironment klaffen Wachstumsstory und aktuelle Ergebnisse deutlich auseinander.
Übernahme dominiert das Bild
Im Mittelpunkt steht die 4,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme von BlueHalo, die vollständig in eigenen Aktien bezahlt wird. Der Zukauf soll AeroVironment vom Spezialisten für Loitering-Munition zum Anbieter von elektronischer Kriegsführung und gerichteten Energiewaffen machen — eine strategische Erweiterung, die das Unternehmen breiter im Wachstumsmarkt autonomer Systeme verankern soll.
Der Quartalsumsatz kletterte auf 408 Millionen Dollar. Allerdings drückte eine nicht zahlungswirksame Goodwill-Abschreibung von 151,3 Millionen Dollar sowie ein Stopp-Order für ein Space-Force-Projekt den Nettogewinn tief ins Minus.
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Technologie unter Beweis gestellt
Operativ lieferte das Unternehmen zuletzt einen handfesten Beleg für seine Fähigkeiten: Das LOCUST-Laserwaffen-System neutralisierte bei einem US-Navy-Test an Bord der USS George H.W. Bush mehrere unbemannte Luftziele erfolgreich. Solche Demonstrationen gewinnen an Gewicht, da der Pentagon-Haushaltsentwurf für 2027 rund 53,6 Milliarden Dollar speziell für autonome Drohnenplattformen vorsieht — bei einem Beschaffungswachstum von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ausblick und Bewertung
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden Dollar an, das bereinigte EBITDA soll zwischen 265 und 285 Millionen Dollar liegen. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Moderate Buy“ und einem Kursziel von umgerechnet rund 318 Dollar.
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An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 175 Euro — rund 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025, aber seit dem Jahrestief im April immerhin ein Drittel erholt. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von knapp 70 Prozent zeigt, wie nervös der Markt die laufende Transformation bewertet.
Institutionelle Investoren halten über 86 Prozent der ausstehenden Aktien und setzen offenbar auf das mittelfristige Potenzial des „Drone-as-a-Service“-Modells mit wiederkehrenden Erlösen. Ob die BlueHalo-Integration dieses Versprechen einlöst, wird sich spätestens in den nächsten Quartalszahlen zeigen — dann dürften auch die Integrationskosten klarer bezifferbar sein.
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