AeroVironment: -18,86% YTD trotz 143% Umsatzwachstum

AeroVironment verzeichnet Umsatzsprung und hohen Auftragsbestand, schreibt aber durch eine milliardenschwere Abschreibung tiefrote Zahlen.

AeroVironment Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzplus von 143 Prozent
  • Nettoverlust durch Goodwill-Abschreibung
  • Leerverkaufsquote steigt auf 11,6 Prozent
  • Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Rekorderlöse, ein prall gefülltes Auftragspolster — und trotzdem ein Kursverlust von mehr als 26 Prozent seit Jahresbeginn. Bei AeroVironment klaffen operative Fortschritte und Börsenstimmung weit auseinander.

Verluste trotz Umsatzsprung

Der Umsatz im dritten Fiskalquartal schoss auf 408 Millionen Dollar — ein Plus von 143 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der finanzierte Auftragsbestand wuchs auf 1,1 Milliarden Dollar. Kein Wunder also, dass Analysten optimistisch bleiben.

Allerdings schrieb das Unternehmen einen Nettoverlust von 156,6 Millionen Dollar. Der Hauptgrund: eine Goodwill-Abschreibung von 151,3 Millionen Dollar auf die Space-Sparte, ausgelöst durch einen Stopp-Auftrag beim Space-Force-Projekt SCAR. Das trifft das Vertrauen der Anleger spürbar.

Hintergrund ist die milliardenschwere Übernahme von BlueHalo — ein reiner Aktientausch, der die Aktienzahl um 77,5 Prozent erhöhte. Die Verwässerung belastet alle Kennzahlen je Aktie, auch wenn der Deal AeroVironment in den Bereichen Weltraum, Cyber und gerichtete Energie deutlich breiter aufgestellt hat.

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Leerverkäufer bauen Positionen aus

Die Skepsis am Markt ist messbar. Die Leerverkaufsquote liegt bei 11,6 Prozent des Streubesitzes — das entspricht 4,4 Millionen Aktien. Im Jahresvergleich stieg das Short-Interesse um knapp 36 Prozent. Die Eindeckungsdauer kletterte auf 4,6 Tage.

Technisch ist das Bild wenig ermutigend. Die Aktie notiert mit rund 162 Euro deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 182 Euro und weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 234 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 354 Euro ist der Kurs mehr als 54 Prozent entfernt.

Wall Street hält die Nerven

Die Analysten lassen sich davon kaum beirren. Von 21 Experten empfehlen 16 die Aktie zum Kauf. Das mittlere Kursziel liegt bei 305 Dollar — das höchste Ziel reicht bis 450 Dollar.

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KeyBanc Capital Markets senkte das Kursziel nach dem Quartalsbericht von 330 auf 295 Dollar, behielt aber die Einstufung „Overweight“ bei. Die Bank sieht kurzfristig weniger Wachstumsdynamik, bleibt langfristig jedoch konstruktiv.

Das Management selbst peilt für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden Dollar an. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 265 und 285 Millionen Dollar liegen.

Der nächste Prüfstein kommt mit dem Ergebnis des vierten Fiskalquartals. Entscheidend wird sein, ob Systeme wie LOCUST oder die neue Halo_Shield-Plattform den Schritt von Prototypen zu vollfinanzierten Serienaufträgen schaffen — und ob der Rekordauftragsbestand endlich in stabilen Gewinnen landet.

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