Fast 60 Prozent unter dem Oktober-Hoch — und trotzdem kaufen Analysten. Bei AeroVironment klaffen Kursentwicklung und strategische Nachrichten derzeit weit auseinander.
Switchblade 400 für die US Army
Der konkreteste Kurstreiber ist ein neuer Prototypenvertrag mit der US Army. Im Rahmen des LASSO-Programms — Low-Altitude Stalking and Strike Ordnance — entwickelt AeroVironment die Switchblade 400 weiter. Die manntragbare Loitering-Munition mittlerer Reichweite soll gepanzerte Ziele bekämpfen und dabei die Zeit zwischen Zielerfassung und Waffeneinsatz über ein digitales Netzwerk deutlich verkürzen. Das ist kein Nischenprojekt: Früher in diesem Jahr erhielt das Unternehmen bereits einen separaten Lieferauftrag über 186 Millionen Dollar für andere Switchblade-Varianten.
Parallel dazu wechselt AeroVironment an der Führungsspitze. Sean T. Woodward übernahm im Mai 2026 den Posten des Chief Financial Officers. Die Ernennung soll die operative Umsetzung stärken, während das Unternehmen Produktion und Lieferkette für steigende Nachfrage nach unbemannten Systemen ausbaut.
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Analysten gegen den Trend
Die Investmentbank Clear Street bestätigte Anfang Mai ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 293 Dollar — und das trotz eines Kursrückgangs von rund 49 Prozent in den vorangegangenen sechs Monaten. Die Begründung: starke Marktstellung im Bereich Loitering-Munition und attraktive Bewertung für langfristig orientierte Investoren. Der Konsens unter Analysten lautet „Strong Buy“, gestützt auf erwartetes Umsatzwachstum im laufenden Fiskaljahr.
Der Kurs selbst erzählt eine andere Geschichte. Mit 143,50 Euro notiert die Aktie nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und liegt rund 38 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Allein seit Jahresbeginn beträgt das Minus mehr als 34 Prozent.
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Retail-Interesse springt an
Auffällig: Auf Social-Trading-Plattformen schnellten die Nachrichtenvolumina rund um AeroVironment innerhalb von 24 Stunden um etwa 800 Prozent nach oben. Ob das kurzfristige Spekulation oder echtes Interesse an der Verteidigungsstory ist, bleibt offen. Institutionelle Investoren halten weiterhin mehr als 86 Prozent der Anteile — ein Zeichen, dass das Vertrauen der großen Marktteilnehmer bislang intakt geblieben ist.
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 9,4 Milliarden Dollar. Nächster Prüfstein für die Bewertungsthese: Weitere Vertragsankündigungen im Rahmen des LASSO-Programms sowie die Quartalszahlen, die zeigen müssen, ob die Nachfrage nach Switchblade-Systemen tatsächlich in Umsatz umgemünzt wird.
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