AeroVironment rüstet massiv auf. Der Rüstungsspezialist investiert Millionen in neue Produktionskapazitäten, um die steigende Nachfrage des US-Verteidigungsministeriums zu bedienen.
Strategische Nähe zur Air Force
In Greene County, Ohio, entsteht ein neues Zentrum für Hochtechnologie. Rund 15 Millionen US-Dollar fließen in Standorte in Beavercreek und Xenia. Die Expansion umfasst rund 44.000 Quadratmeter Fläche. Hier sollen künftig spezialisierte Materialien und Biotech-Anwendungen für das Pentagon gefertigt werden.
Der Bundesstaat Ohio unterstützt das Vorhaben mit einem Steuerkredit von sieben Millionen US-Dollar. Parallel dazu entstehen 200 neue Arbeitsplätze in der Region. Die Standortwahl ist kein Zufall. Durch die räumliche Nähe zur Wright-Patterson Air Force Base vertieft das Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Luftwaffe.
Das Projekt ist Teil einer nationalen Infrastrukturstrategie. AeroVironment baut seine Präsenz in New Mexico und Alabama konsequent aus. Währenddessen liefert das Unternehmen weiterhin Systeme wie die Switchblade-600-Drohne für autonome Kriegsführungsprogramme des US-Militärs.
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Rechtliche Hürden belasten den Kurs
An der Börse bleibt die Lage derweil angespannt. Mit einem aktuellen Kurs von 173,70 Euro liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund 20 Prozent im Minus. Das Unternehmen wird aktuell mit rund zehn Milliarden US-Dollar bewertet. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 48.
Neben dem operativen Ausbau beschäftigen rechtliche Auseinandersetzungen das Management. Eine Sammelklage von Investoren wirft dem Unternehmen Versäumnisse bei der Offenlegung von Details zum sogenannten SCAR-Programm vor. Dies hatte bereits Anfang des Jahres für Volatilität gesorgt.
Interessierte Investoren haben bis Ende Juli 2026 Zeit, sich der Klage als Hauptkläger anzuschließen. Bis zu diesem Termin dürften die rechtlichen Unsicherheiten die Bewertung der Aktie maßgeblich beeinflussen.
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