AeroVironment hat eine bewegte Woche hinter sich. Der Rüstungskonzern wurde als Hauptanbieter für das erweiterte ISR-Programm der US-Marine ausgewählt — ein Auftrag, der zusammen mit dem Launch des neuen LOCUST X3-Hochenergielasers für frischen Rückenwind sorgt. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit den Nachwirkungen eines verlorenen Großauftrags und juristischen Risiken.
Navy setzt auf COCO-Modell
Der am 1. April verkündete Vertrag mit der US-Marine folgt einem neuen Beschaffungsmodell: Beim sogenannten Contractor-Owned, Contractor-Operated-Ansatz (COCO) übernimmt AeroVironment nicht nur die Lieferung, sondern auch den Betrieb der Überwachungsdrohnen. Das reduziert den logistischen Aufwand für die Marine erheblich.
Zum Einsatz kommt das JUMP 20-X VTOL-System — ein unbemanntes Fluggerät mit über 13 Stunden Flugzeit, 185 Kilometer Reichweite und Unterstützung für mehr als 70 verschiedene Nutzlastkonfigurationen. Einzelne Aufgabenpakete sollen jeweils zwischen 10 und 50 Millionen US-Dollar wert sein.
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Starkes Auftragspolster, aber Druck bleibt
Der verlorene SCAR-Vertrag hinterlässt Spuren: Eine Goodwill-Abschreibung von 151,3 Millionen US-Dollar und eine gesenkte Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 1,85 bis 1,95 Milliarden US-Dollar belasten das Bild. Die Aktie notiert derzeit rund 29 Prozent unterhalb ihres 100-Tage-Durchschnitts — der mittelfristige Abwärtstrend ist trotz der jüngsten Erholung intakt.
Auf der anderen Seite steht ein rekordhoher Auftragsbestand von 4,6 Milliarden US-Dollar in Re-Awards seit Jahresbeginn. Der finanzierte Auftragsbestand beläuft sich auf 1,1 Milliarden US-Dollar, darunter ein 186-Millionen-Dollar-Auftrag für Switchblade-Drohnen. CEO Wahid Nawabi bekräftigte auf der JPMorgan Industrials Conference im März die Pläne, die Produktionskapazitäten im Bereich Autonome Systeme gezielt auszubauen.
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Analysten bleiben optimistisch
Von 17 Analysten empfehlen 94 Prozent die Aktie zum Kauf — 47 Prozent davon mit einem starken Kaufvotum. Nur 6 Prozent raten zum Halten. Das Kursplus von rund 7,6 Prozent heute spiegelt die Erleichterung über die jüngsten Vertragsmeldungen wider, lässt die Aktie aber noch weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 354,30 Euro zurück.
Ob das wachsende Auftragsportfolio die laufenden rechtlichen und finanziellen Belastungen aus dem Space-Force-Stopp-Auftrag kompensieren kann, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — und daran dürfte sich entscheiden, ob die Bewertungslücke zum Analystenkonsens tatsächlich schrumpft.
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