AeroVironment Aktie: Neuer Auftrag, alte Sorgen

AeroVironment erhält neuen Navy-Drohnenvertrag, verliert aber ein 1,4-Milliarden-Dollar-Geschäft der Space Force. Die Aktie leidet unter gemischten Quartalszahlen und gespaltenen Analystenmeinungen.

AeroVironment Aktie
Kurz & knapp:
  • Neuer ISR-Dienstleistungsvertrag mit der US Navy
  • Verlust eines 1,4-Milliarden-Dollar-Space-Force-Auftrags
  • Quartalsumsatz und Gewinn verfehlen Erwartungen
  • Analysten uneins über zukünftige Aktienperformance

Ein neuer Navy-Vertrag auf der einen Seite, ein verlorenes Milliarden-Geschäft auf der anderen. AeroVironment steckt in einem Spannungsfeld, das die Aktie seit Jahresbeginn rund 28 Prozent gekostet hat.

Der Navy-Auftrag und sein Schatten

Am 1. April wählte die U.S. Navy AeroVironment für ISR-Dienstleistungen nach dem sogenannten „Contractor-Owned, Contractor-Operated“-Modell aus. Konkret setzt die Marine dabei auf die JUMP 20-X-Drohne — ein VTOL-System mit über 13 Stunden Flugausdauer, einer Reichweite von bis zu 185 Kilometern und mehr als 70 möglichen Nutzlastkonfigurationen. Das Modell ist bemerkenswert: Statt Hardware zu verkaufen, liefert AeroVironment verwertbare Aufklärungsdaten als Service — ein Ansatz mit potenziell stabileren Einnahmen.

Zeitgleich belastet jedoch eine andere Entwicklung das Bild. Die U.S. Space Force hat angekündigt, einen Vertrag über mobile Bodenstationen für Satellitenkommunikation neu auszuschreiben — ein Auftrag im Volumen von 1,4 Milliarden Dollar, der ursprünglich an BlueHalo vergeben worden war. BlueHalo gehört seit der jüngsten Übernahme zu AeroVironment. Die Entscheidung, die Lieferantenbasis zu diversifizieren, reißt ein spürbares Loch in die Umsatzplanung des Konzerns.

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Quartalszahlen unter den Erwartungen

Die jüngsten Finanzergebnisse haben die Stimmung zusätzlich getrübt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte AeroVironment einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,64 Dollar — der Konsens lag bei 0,68 Dollar. Noch deutlicher fiel die Umsatzverfehlung aus: 408 Millionen Dollar standen einem Analystendurchschnitt von knapp 488 Millionen Dollar gegenüber.

Trotzdem zeigt ein anderer Blickwinkel ein anderes Bild. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 143 Prozent, der finanzierte Auftragsbestand wuchs von 726,6 Millionen auf 1,1 Milliarden Dollar. Das Management hält an seiner Jahresprognose fest: bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 2,75 und 3,10 Dollar.

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Analysten gespalten

Die Einschätzungen der Analysten gehen weit auseinander. Raymond James stufte die Aktie Anfang März auf „Underperform“ herab und strich sein bisheriges Kursziel von 348 Dollar — mit Verweis auf die Risiken durch die Space-Force-Neuausschreibung. BTIG-Analyst Andre Madrid blieb dagegen bei „Buy“, senkte sein Kursziel aber von 415 auf 330 Dollar. Laut Madrid lag der Kursrückgang nach den Quartalszahlen weniger am SCAR-Verlust als an der Schwäche im Segment Cyber & Mission Systems sowie an Zweifeln, ob die margenschwachen BlueHalo-Altgeschäfte wirklich zum Kernportfolio passen.

Aktuell notiert die Aktie bei rund 183,50 Dollar. Ob der neue Navy-Servicevertrag und die Erweiterung des Drohnensystems LOCUST X3 ausreichen, um das Vertrauen der Investoren bis zum Jahresende zurückzugewinnen, hängt maßgeblich davon ab, wie die Space-Force-Neuausschreibung ausgeht.

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