Während Aeva Technologies gerade erst wichtige Deals mit NVIDIA und einem europäischen Autobauer verkündet hat, trennen sich die Führungskräfte von Aktien in Millionenhöhe. Am 2. Januar 2026 verkaufte CEO Soroush Salehian Dardashti 488.160 Aktien für rund 6,3 Millionen Dollar – zu einem Kurs von 12,96 Dollar pro Anteilsschein. Am selben Tag veräußerte auch Technikchef Mina Rezk Anteile im Wert von 4,2 Millionen Dollar. Zusammen warfen die beiden Manager also Aktien für über 10 Millionen Dollar auf den Markt.
Die offizielle Begründung? Steuerliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Restricted Stock Units. Dardashti hatte am 1. Januar 225.904 Aktien durch vollständig gevestete Restricted Stock Units erhalten, Rezk 150.602 Stück. Die Verkäufe dienten angeblich nur zur Deckung der damit verbundenen Steuerlast. Trotzdem hält Dardashti nach den Transaktionen noch 2,2 Millionen Aktien direkt sowie weitere 1,9 Millionen indirekt über einen Trust.
Timing wirft Fragen auf
Warum ausgerechnet jetzt? Aeva hatte kurz zuvor auf der CES 2026 in Las Vegas verkündet, dass die eigene FMCW 4D LiDAR-Technologie in NVIDIAs DRIVE Hyperion-Plattform für autonome Fahrzeuge integriert wird. Die Partnerschaft mit dem Tech-Giganten gilt als wichtiger Meilenstein – schließlich setzen immer mehr Autohersteller auf NVIDIAs Architektur für Level 3 und Level 4 autonomes Fahren. Die erste Serienproduktion soll 2028 anlaufen.
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Parallel dazu sicherte sich Aeva einen exklusiven Liefervertrag mit einem führenden europäischen Automobilhersteller. Der Deal läuft bis Mitte der 2030er Jahre und macht Aeva zum alleinigen Tier-1-Lieferanten für die globale Fahrzeugplattform des Herstellers – mit Ausnahme von China. Auch hier startet die Produktion 2028.
Finanzlage bleibt angespannt
Mit einer Marktkapitalisierung von 786 Millionen Dollar bewegt sich Aeva weiterhin im mittleren Segment der LiDAR-Branche. Im dritten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 3,6 Millionen Dollar – ein Plus von 89,9 Prozent im Jahresvergleich. Dennoch bleibt die finanzielle Gesamtsituation fragil. Zwar verfügt Aeva über mehr Cash als Schulden, die Gesamtbewertung der Finanzlage fällt aber schwach aus.
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Apollo Global Management pumpte im vergangenen Jahr 100 Millionen Dollar in das Unternehmen und erhöhte damit die Liquidität auf etwa 270 Millionen Dollar. Die Aktie selbst zeigt extreme Schwankungen: Über zwölf Monate legte sie um 157 Prozent zu, in den letzten sechs Monaten brach sie jedoch um 60 Prozent ein. Aktuell notiert der Titel bei 13,09 Dollar – unterhalb des fairen Werts laut Analystenschätzungen.
Vertrauen oder Veräußerung?
Die Insiderverkäufe werfen einen Schatten auf die jüngsten Erfolgsmeldungen. Während das Unternehmen strategisch gut positioniert scheint und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt hat, nutzen die Spitzenmanager offenbar die Gelegenheit, Kasse zu machen. Ob dahinter nur steuerliche Gründe stecken oder mangelndes Vertrauen in die kurzfristige Kursentwicklung, bleibt offen.
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