Air Products Aktie: Starker Quartalsauftakt

Air Products übertrifft im ersten Quartal 2026 die eigenen Prognosen. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 10 Prozent, das operative Ergebnis um 12 Prozent. Die Jahresprognose wird bestätigt.

Air Products Aktie
Kurz & knapp:
  • Bereinigter Gewinn je Aktie steigt um 10 Prozent
  • Starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung in Europa
  • Dividende zum 44. Mal in Folge erhöht
  • Hohe Investitionen und neue Lieferverträge mit NASA

Air Products legte am 30. Januar 2026 die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor – und übertraf damit die eigenen Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 10 Prozent auf 3,16 US-Dollar und lag damit über der oberen Grenze der Prognose. Das operative Ergebnis stieg auf bereinigter Basis um 12 Prozent auf 757 Millionen US-Dollar.

Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar zu. Höhere Energiekosten-Weitergaben, Währungseffekte und Preiserhöhungen trieben das Wachstum. Die Volumina blieben hingegen flach – höhere On-Site-Geschäfte wurden durch schwächere Helium-Nachfrage ausgeglichen.

Regionale Stärke in Europa

Besonders stark entwickelte sich das Europa-Geschäft. Der Umsatz sprang um 12 Prozent nach oben, getrieben durch günstige Wechselkurse, höhere Volumina und bessere Preise bei Non-Helium-Produkten. Das operative Ergebnis schoss um 20 Prozent auf 224 Millionen US-Dollar in die Höhe – die operative Marge verbesserte sich um 190 Basispunkte auf 28,6 Prozent.

In Asien zeigte sich ein solideres Bild: Der Umsatz wuchs um 2 Prozent auf 832 Millionen US-Dollar, während das operative Ergebnis um 7 Prozent auf 232 Millionen US-Dollar zulegte. Produktivitätsverbesserungen und geringere Abschreibungen – einige Gasifizierungsanlagen wurden als zum Verkauf bestimmt klassifiziert – stützten die Profitabilität.

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Amerika mit gemischten Signalen

Das Amerika-Segment verzeichnete ein Umsatzplus von 4 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Allerdings belastete ein einmaliger Helium-Großverkauf aus dem Vorjahr den Volumenvergleich. Das operative Ergebnis stieg dennoch um 4 Prozent auf 404 Millionen US-Dollar – bessere Preise außerhalb des Helium-Geschäfts und ein vorteilhafter Produktmix machten sich bezahlt.

Die Joint Ventures im Nahen Osten und Indien steuerten unverändert 85 Millionen US-Dollar zum Gewinn bei.

Prognose bestätigt, Investitionen hoch

Kann Air Products das Tempo halten? Das Management hält an der Jahresprognose fest: Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 12,85 und 13,15 US-Dollar. Im zweiten Quartal sollen 2,95 bis 3,10 US-Dollar je Aktie erreicht werden.

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Die Investitionen bleiben auf hohem Niveau. Air Products plant für das laufende Geschäftsjahr Kapitalausgaben von rund 4,0 Milliarden US-Dollar. Im Dezember 2025 gab das Unternehmen fortgeschrittene Verhandlungen mit Yara International über emissionsarme Ammoniakprojekte in den USA und Saudi-Arabien bekannt.

Dividende weiter erhöht

Parallel zum starken Quartal erhöhte Air Products die vierteljährliche Dividende auf 1,81 US-Dollar je Aktie – das 44. Jahr in Folge mit einer Dividendensteigerung. Zudem sicherte sich das Unternehmen Lieferverträge mit der NASA im Gesamtwert von über 140 Millionen US-Dollar für die Versorgung mehrerer Einrichtungen mit flüssigem Wasserstoff.

Die Aktie reagierte vorbörslich am 30. Januar mit einem Plus von 1,13 Prozent auf 258,90 US-Dollar. Das Basisgeschäft zeigt Stärke – trotz temporärer Belastungen im Helium-Segment und hoher Investitionslasten bleibt Air Products auf Kurs.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.